Lehrer sind auch nur Menschen. Und nicht jeder trifft sich abends mit Kolleginnen abwechselnd zum Nordic Walking oder zum Fortgeschrittenenkurs in Seidenmalerei. Ich denke ich bin das Kuckucksei im Lehrerzimmer. Etwa wie ein Veganer, der ausversehen Metzger geworden ist oder ein Pilot mit Höhenangst. Oder wie eine Franzi van Almsick, die immer wieder vom Schwebebalken fällt weil sie noch nie jemand ins Wasser geschubst hat.

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Freitag, 14. September 2018

Von Wunderprosecco, Haarspray mit Lotuseffekt und Yoga in HighHeels


Als ich den großen Müller heute Morgen in die Schule gefahren habe, kam mir eine wirklich originelle Idee. Beim Autofahren habe ich übrigens immer die besten Ideen, genau wie beim Staubsaugen. Nach einem Tobsuchtsanfall im Stadtverkehr hatte ich mal den Geistesblitz, mittels Webcam neben dem Lenkrad eine Art Chat-Roulette „Drivers Edition“ zu erfinden. Man könnte dann anderen beim Autofahren und damit beim Singen, Popeln oder Fluchen zuschauen. Ich denke, das könnte echt lustig werden. 


Jedenfalls kam mir heute Morgen der Gedanke an ein Retro-Videospiel nach dem Super Mario-Vorbild. Das ganze heißt natürlich – völlig logisch – Super Müllerin. Dabei kämpft sich mein pixelgewordenes Ebenbild durch verschiedene Welten, vom Klassenzimmer und dem Schulhof über die Innenstadt und den Supermarkt bis hin zum Stadtfest, den Zoo und den Weihnachtsmarkt. Überall gilt es Schüler zu besiegen, in dem man sie mit Kreide und Schlüsseln bewirft, Kollegen und Eltern muss man ausweichen. Oder man schützt sich, indem man Ohrenschützer aktiviert. Den Schlüssel und die Ohrenschützer muss man aber, ähnlich wie bei Legend of Zelda das Schwert und den anderen Kram, erst mal finden. Ja, ich lege Wert auf Realitätsnähe. Man kann kleine Proseccodosen oder Schnapspralinen finden, die machen dann stärker oder schenken einem ein Extraleben. Die Schulleiterin könnte zum Beispiel ein Endgegner sein. Oder ein Schüler mit ADHS auf Ritalinentzug. Oder ein alkoholisierter Vater. Ich denke wirklich, das würde Spaß machen.
So könnte es aussehen, wenn Super Müllerin einen Justin trifft, der vor einer Unsterblichkeits-Proseccodose patroulliert (nur ohne Bart vielleicht)

Ur-Keim dieses gedanklich schon bis ins Detail ausgesponnenen Gedankenkonstrukts war übrigens mein aktives geistiges Klemmbrett zum Thema Freizeitsport, im Speziellen zum Schwimmen in öffentlichen Badeanstalten. Dort versuche ich mich nämlich seit kurzem wieder regelmäßig aufzuhalten (wenn man nach dreimal schon von regelmäßig sprechen kann). Vergangene Woche habe ich mich im Wasser wie Mario zwischen den Bowsern gefühlt. Der Rest kam dann aus meinem Hirn gesprudelt, wie Cola aus der Flasche, wenn man ordentlich schüttelt oder Mentos rein schmeißt.

Wenn sich der Leser jetzt fragt „Warum um alles in der Welt geht die Müllerin schwimmen? Das ist Baden in Menschensuppe mit nicht zu unterschätzendem Urin- und Schweißanteil und macht außerdem keinen Spaß, dafür aber ein breites Kreuz“ so muss ich ihm zunächst beipflichten. Aber nach dem Zurateziehen meines wankelmütigen Bindegewebes, der nicht vorhandenen alternativ ebenso leicht zu erreichenden örtlichen Möglichkeiten das körperliche Aktivitätsniveau zu heben, erschien mir das wöchentlich einstündige Verdrängen von Wassermassen als das geringste zu erbringende Opfer für einen kaum merklich verlangsamten Verfallsprozess. 


Okay, ich könnte joggen gehen. Aber zum einen erscheint mir Joggen insgesamt von allen Ausdauersportarten am sinnfreiesten und zweitens bin ich beim Sport am liebsten allein. Das heißt nicht, dass ich nicht Menschen im selben Raum oder Wasser dulde. Auch wenn ich mich erst gestern Abend nur knapp zurückhalten konnte, dieser dauerkichernden Ollen zwei Matten neben mir meinen hölzernen Yogablock mit Wucht gegen den Kopf zu schmettern. Oder sie mit dem Yogagurt zu erwürgen. Nur der Grad meiner Entspannung hat schlimmeres verhindert. 

Das bedeutet einfach, dass ich dabei ungern Mann, Freunde oder Kollegen dabei habe, von denen auch nur die geringste Gefahr ekelhafter Motivationsversuche ausgeht beziehungsweise die meinem Hang zur Selbstgeißelung auch nur im Ansatz im Wege stehen. Also müsste ich alleine laufen gehen, im Wald versteht sich. Denn auf der Straße sind Menschen. Im Wald hab ich aber Angst. Selbstverständlich nur vor den Wildschweinen. Daher geh ich schwimmen.

Mannschaftsport fällt ebenso aus, das ist wie die Gruppenarbeiten früher in der Schule oder Uni. Kryptonit für Misanthropen. Fitnessstudios genauso. Sarah hat mich vor kurzem gefragt, ob ich mit ihr mal hingehen will, weil sie meinen Bindegewebsmonolog nicht mehr ertragen konnte. Ich hab ihr mit einer Gegenfrage geantwortet: Hast DU Lust, mal einen Tag in einer Krippengruppe zu verbringen, in dem der Norovirus grassiert?
Dieses Gerätetraining. Wuäh. Fluchtreflex. Und dann kommt vielleicht noch ein gutaussehender Kerl Mitte Zwanzig mit Namensschild und sagt mir, dass ich irgendwas falsch mache? Hallo? Ich darf ja wohl immer noch selbst entscheiden, wie ich mir meinen Nacken verspanne. Werd erstmal so alt wie ich, Bengel. Kurse. Genauso schlimm. Keinen Bock, mich von ner Gleichaltrigen mit Caprileggings und übermotiviertem Bindegewebe im Sinne der Motivation anschreien zu lassen und dazu auch noch schlechte Musik zu hören.

Ach ja, zu Hause Sport machen geht auch. Hört sich eigentlich total schlüssig und sinnvoll an. Scheitert aber an der Realität und vor allem am Sofa. Ich habe mir sechs lange Sommerferienwochen vorgenommen, irgendwann mal morgens Yoga auf meiner Terrasse zu machen. Und dann kam etwas, das nannten Meteorologen „Jahrhundertsommer“. Ausrede genug.
Also geh ich in die Schwimmhalle.

Wenn ich einen Bikini und Badeschlappen im Auto habe, dann kann ich auch schwimmen.
Wenn ich vier Euro bezahlt und das Drehkreuz unwiderruflich passiert habe, dann kann ich auch schwimmen.
Wenn ich schon mal mitten am Tag in Badeklamotten am Beckenrand stehe, dann kann ich auch schwimmen.
Wenn ich mich schon ins 28 Grad kalte Wasser gehievt habe, dann kann ich auch schwimmen.
Wenn ich fünf Minuten geschwommen bin, dann kann ich auch ne Stunde schwimmen. Muss sich ja schließlich lohnen.

Meine Art der „Wenn dann“-Motivation. Letztlich schwitze ich beim Schwimmen nicht, meine Hüfte macht keine komischen Geräusche und das Risiko, mich zu verletzen ist gering. Dank meiner fürstlichen Arbeitszeiten, kann ich die öffentliche Badeanstalt schon am Mittag aufsuchen. Das hat den Vorteil, dass der Kinderanteil in dieser Halle mit der unvorteilhaften Akustik, gegen Null geht. Hausaufgaben statt Arschbombe heißt die Lösung. Eltern sind auch keine da, denn von 12 bis 2 läuft das Mittagsmagazin auf RTL.

Wer geht also wochentags zur Mittagszeit schwimmen außer Lehrer? Rentner natürlich. Vormittags sind sie beim Arzt und nachmittags überrennen sie die Supermärkte. Allerdings habe ich in meiner als Langzeitstudie angelegten Beobachtung (die zum gegenwärtigen Zeitpunkt drei Besuche umfasst) noch keine Ursachen für die tageweisen Schwankungen der Rentnerdichte eruieren können. Ich hatte bereits das Vergnügen, im fast leeren Becken in trauter Einsamkeit vor mich hin planschen zu dürfen, war allerdings auch schon genötigt, permanente Ausweichmanöver wie der Sat1 Superball zu vollziehen. Ich vermute eine Korrelation mit dem vierzehntägig stattfindenden Wochenmarkt in der Innenstadt. 

Jetzt hätte der konsequente Misanthrop in mir ab dem dritten Senioren auf der gleichen Bahn konsequent das Becken verlassen und nach Hause gehen können, weil aber der Sportler in mir konsequenter ist, hab ich lieber den Joey Kelly gemacht, durchgezogen und mich dabei in menschenkategorisierenden Gedanken verloren.

Da sind zunächst die Enten. Es gibt sie in allen Altersgruppen. Ich bin übrigens auch eine Ente. Man erkennt sie am konsequenten Brustschwimmstil und den trockenen Haaren, gegebenenfalls auch am unversehrten Make-up, das allerdings einen besonders langen Entenhals erfordert. Die jüngeren Enten (ich zähle mich auch knapp dazu) schützen ihr Kopfgefieder durch stylische Duttaufbauten, weswegen ich sie Schmuckenten nenne, die älteren Enten durch nicht minder modische Badehauben oder drei bis acht Extraschichten Haarlack. Die Entscheidung für eine der beiden Varianten hängt vermutlich von der Frische der Kaltwelle im edlen silbergrauen Kopfputz ab. 


Außerdem erkennt man die Enten an ihrem charakteristischen Duft, dessen Stärke und Nachhaltigkeit proportional mit dem Alter der Ente zunimmt. Ein Rudel sehr alte Enten wird zuweilen umgeben von dichten Nebelschwaden aus 4711 und Tosca, die an das Caspar David Friedrich-Gemälde einer Moorlandschaft erinnern. Außerdem steigt auch die Zeit, die die älteren Wasservögel innen am Beckenrand ähnlich einer Nudel am Topfrand klebend, verbringen proportional zum Alter.

Das männliche Pendant dazu sind die Dampfer. Eisbrecher wäre ebenso passend. Oder Walrösser. Denn genau wie ihre Namensgeber, durchpflügen nicht selten übergewichtige Männer jenseits der Lebensmitte ohne Rücksicht auf möglichen Gegenverkehr das Wasser. Dabei kämpfen viele von ihnen gegen erhöhten Wasserwiderstand aufgrund dichter Rückenbehaarung. Jeder dieser Pelzträger wäre angesprochen auf seine üppige Körperbehaarung bei einer Kontra-Burkini-Diskussion sofort mundtot. Im Gegensatz zu den Enten, treten die Dampfer meist als Einzelexemplar auf, benötigen jedoch wegen ihres sehr ausladenden Rückenschwimmstils genauso viel Platz wie ein mittelgroßes Entenrudel. Ein Dampfer hat mich einmal unter Wasser am Schenkel leicht touchiert und sich, als er mir auf der nächsten Bahn erneut entgegen kam, sehr förmlich entschuldigt und mir dabei versichert, dass es sich nicht um sexuelle Belästigung handelte. Ohne Witz.

Schließlich gibt es noch die Hechte. Von ihnen gibt es männliche und weibliche Exemplare, auch gibt es sie in nahezu allen Altersklassen. Echte Hechte erkennt man an der sehr funktionalen Badebekleidung zumeist einschlägiger Hersteller, der obligatorischen Schwimmbrille und nicht selten einer sportiven Badekappe. Hechte steigen nicht über die Leiter ins Becken sondern benutzen die vorhandenen Startblöcke. Außerdem halten sich Hechte in der Regel auf der abgegrenzten Bahn links außen auf, um im Training nicht auf Enten zu stoßen. Befinden sich sehr wenige Hechte im Becken, wird neu ankommenden Enten nicht selten fast völlige Leere im Wasser suggeriert, da sich Hechte größtenteils unter der Wasseroberfläche aufhalten. Das alles hat zur Folge, dass ich mich, wenn ich gemeinsam mit Herrn Müller die Badeanstalt aufsuche, bereits beim Betreten der Schwimmhalle von ihm verabschiede, da sich die Schwimmstile von Hechten und Enten eher schlecht miteinander vereinen lassen.

All diese Menschen sind da, aber sie sprechen nicht mit mir. Zwischen ihnen und mir befindet sich wohltuendes Schweigen und eine gesundheitlich nur knapp unbedenkliche Menge Chlor. Das und die Tatsache, dass man beim Schwimmen keine Schuhe trägt, lassen mir die Schwimmhalle als einen geeigneten Ort erscheinen, an dem ich mich sportlich betätigen kann. Vermutlich werden immer dann, wenn mein Puls steigt, Urinstinkte bei mir geweckt, die mir signalisieren, dass ich meine Füße entkleiden muss. Das klappt beim Yoga, wie beim sporadischen Kampfsport genauso wie beim Schwimmen. Vielleicht liegt es aber auch einfach nur daran, dass Turnschuhe nicht hübsch sind und es sich in HighHeels schlecht turnt.

Mittwoch, 6. September 2017

Von Kirchen-Boudoirs, einem Beinahe-Bitchfight und Trekkingschuh-Frauen

Wir nähern uns dem ersten Bloggeburtstag und es wird Zeit, meine virtuelle Werkbank zu entrümpeln, auch weil ich mich augenblicklich in einer kleinen Inspirationskrise befinde - bedingt durch neue Herausforderungen beruflich und hobbymäßig. 
Der heutige Artikel entstand in der frühen Phase des müllerschen Schaffens, hat es aber bisher nie zur Veröffentlichung geschafft. Ich schrieb ihn einst vorrangig um Erlebtes zu verarbeiten. Ihr erinnert euch möglicherweise an den von mir beschriebenen emotionalen Mülleimer, der von Zeit zu Zeit geleert werden muss, damit der Turm oben drauf nicht einstürzt.

Sicherlich habe ich in den zurückliegenden Monaten gelernt, dass sich ein Artikel mit fundamentaler Botschaft leichter verbreiten lässt und einfacher zum Leser findet. Da mir aber die Leser am liebsten sind, die mich lesen weil ich einfach ich bin, gibt es also heute mal wieder etwas fundamental-BANALES aus dem müllerschen Gefühls- und Gedankenyoga. 


Vor einiger Zeit war ich Gast zur Hochzeit meines Bruders. Der MediumMüller war als Mitglied einer stolzen Atheisten-Familie schon in in der Vergangenheit als fahnenflüchtiger Wendehals aufgefallen, als er sich aus eigenem Wunsch taufen ließ, um nicht als einziger aus der 90er-Dorfclique der Konfirmationszeremonie in der Dorfkirche fernbleiben zu müssen. Vier Jahre später trat er aus der Kirche aus, um mit seinem hart verdienten Lehrgeld keine sakralen Pseudonotwendigkeiten finanzieren zu müssen. Knapp zwanzig Jahre später bezeugt er nun seine Ehe vor Gott. Aus Liebe. Ich kann mich nicht entscheiden, ob ich das romantisch oder bescheuert finde. Vermutlich beides.     

Als Atheistin aus Überzeugung bilden kirchliche Trauungen und all die anderen Veranstaltungen, für die man sich eine Stunde bei verletzter Individualdistanz auf völlig unergonomische Holzbänke setzt um einen halbnackten Langhaarigen anzustarren, der von einem Holzkreuz baumelt, für mich immer eine kleine Herausforderung. Beim Gedanken an dieses ganze Gebete und Gesinge bekomme ich Krätze-ähnliche Symptome. Ich denke, irgendwann werde ich oder das Gotteshaus bei einem dieser erzwungenen Zusammentreffen in Flammen aufgehen. Wer von uns brennt erkennt ihr an der Farbe der Flammen und des Rauchs. Ich brenne grün und neble lila. Andererseits bin ich es von Berufswegen gewohnt, den Impuls zu unterdrücken, meinen Mitmenschen mitzuteilen, dass ich an deren geistiger Klarheit Zweifel hege. Lächeln und Winken - was beim Elternabend funktioniert, das klappt auch in der Kirche.

Ich muss allerdings zugeben, dass mich diese uralten Mini-Dorfkirchen immer irgendwie einnehmen. Sie wirken auf mich wie kleine zauberhaftige Lady-Schlösser. Stellen wir uns vor, wir entrümpeln den ganzen christlichen Krempel, statten alles einwenig samtig-plüschig im Boudoir-Stil aus und schon haben wir eine Mischung aus Hogwarts, Cinderellas Schloss und Nobelbordell. Da möchte ich wohnen. Ein paar fette Engel in den Fresken dürfen bleiben, die ganzen altertümlichen Pädophilen mit Umhang und Bart werden schick übertapeziert. Aus dem Altar lässt sich eine prima Bar samt Theke schreinern, in die Sakristei kommt der Weinkeller, das Taufbecken füllen wir mit Eiswürfeln zum Kühlen des Proseccos und statt einem Podcast lese ich immer mittwochs den neuesten Blogartikel von der Kanzel aus. Wer Bock drauf hat kommt einfach vorbei, mixt sich am Altar einen Gin-Tonic und sucht sich einen Sitzsack. Die Kollektebox an der Tür lass ich aber stehen, Kasse des Vertrauens, wenn ihr versteht. Von irgendwas muss ich ja meine Heizkosten zahlen. Hohe Räume haben einen schlechte Energiebilanz. 
Es gibt außerdem ein Rudel Wach-Pfaue, eine freistehende Whirlpool-Wanne und eine überdimensioniertes Himmelbett. Den Friedhof vor meiner Haustür weiß ich zu schätzen, immerhin gibt es dort keine lärmenden Kinder. Nur die Friedhofs-Besucher sollten eben auch über gelegentliche Grillabende und kleine Garten-Partys à la Frau Müller weg sehen können und sich vor allem nicht an meinem Jacuzzi zuschaffen machen. Mir drängt sich die Frage auf: wie lassen sich Grabsteine in ein BierPong-Match einbeziehen?
 
Wie auch immer, ich wohne also der kirchlichen Trauung meines Bruders bei. Das sind die Momente und Ereignisse in meinem Leben, bei denen ich beginne in ausformulierten Sätzen zu denken und mir nichts sehnlicher wünsche als ein hirneigenes Diktiergerät mit Direktverbindung zu Facebook und Blogger.com, in dem Wissen, dass die zu Papier gebrachte Endversion nicht halb so brilliant wird wie mein sprachliches Gedankenspiel just in diesem Moment. Leider. 
Ein Gottesdienst – ausgestaltet von Bruder und Schwägerin der Braut durch Orgelspiel und studierte Gesangeskunst. Ihr kennt das möglicherweise: es gibt Menschen, die können einfach singen. Und es gibt Menschen, die haben singen gelernt. Den Unterschied hört und fühlt man. Gänsehaut vs. Kotzreiz.
Was hätte ich wohl zum  Programm beitragen können? Zu mehr als „Bruder Jakob“ einhändig auf dem Keyboard und vierzeiligen Trink-Liedern nach dem Motto „Der Arsch hat heut‘ Geburtstag, die Titten spieln Klavier“ hat es bei mir nie gereicht. Eine nette Rede hätte ich schreiben können. Mich hat aber niemand gefragt. Warum wohl.

Während alle beten schau' ich mich um. Ich habe selten etwas skurileres gesehen. Selbst die Publikumsplätze zur Einschulungsfeier an unserer Förderschule konnten in mir nicht solche Gefühle zwischen Lachkrampf, Ekel und Faszination wecken. Der Bruder der Braut, auf der Empore - im Rücken die Orgel, sein Instrument - steht an der Brüstung, die Hände vor dem Schoß fromm gefaltet, Augen geschlossen, Kinn leicht gesenkt. Mein Blick trifft ihn vermutlich zur gleichen Zeit wie der meiner Mutter. Bevor wir von unseren Gefühlen übermannt werden, wenden wir uns ab. Sie schaut mich an: mahnender Mutter-an-Tochter-Blick mit belustigt zuckendem Mundwinkel. Mein Gesichtsausdruck: angestrengt bis gequält zwischen stark amüsiert und dem Gedanken an durch unterdrückten Emotionen entstandene Krampfadern.

Wenig später erweist sich meine Platzwahl als besonders geschickt, da ich quasi in Slow Mo und Nahaufnahme eine Träne über die Wange meines Bruders kullern sehe. Ihm entgeht meine schwesterliche Genugtuung nicht. Für den Bruchteil einer Sekunde wird aus meinem roten Bleistiftkleid ein schickes Rattenkostümchen, in dem es sich prima freuen lässt.

Die Seniormüllers fühlen sich vermutlich ebenso deplatziert wie ich an diesem Ort. Da fällt mir auf: ich bin die einzige von drei Geschwistern, die meinen Eltern den Gang zur Kirche konsequent erspart hat. Meine Brüder taten es für die Christin, mit der sie das Bett (und sonst so alles) teilten bzw. teilen. Im Umkehrschluss hieße dass, ich hätte einen gläubigen Mann heiraten müssen. Wo hätte ich den kennenlernen sollen? Auf dem Kirchentag? Oder zu meiner eigenen Verbrennung? Wartet kurz - ich muss noch fertig lachen. Ich kann mir jedenfalls nichts abwegigeres vorstellen. Meine Familie auch nicht. 
Zur anschließenden Feier der Vermählung geht der Culture-Clash in die zweite Runde. Die Braut aus gutem Hause. Der Bräutigam: sagen wir aus speziellem Hause, Prädikat Müller. Die Metabotschaft der eigens für das Brautpaar zusammengestellten Fotoshow bringt es auf den Punkt. Fotos von ihr auf der Schulbühne, im Familienurlaub, zum Abschluss und mit Musikinstrument. Fotos des Bräutigams: beim Feiern und in Augenhöhlen geklemmte Bierdeckel. Ihr kennt das.

Der Tisch, an dem ich mit meinen anderen Familienangehörigen sitze, wirkt wie die Raucherecke auf dem Schulhof dieser Feier. Wir sind die selbsternannten Coolen, aus den Fenstern des Lehrerzimmers beobachtet und immer nicht an sondern ein wenig über der Grenze des guten Geschmacks, aber die Einzigen die Stimmung machen. Wir tanzen einen improvisierten Flashmob und wünschen uns vulgäre Musiktitel, für die sich sogar der DJ schämt. Selbst der Seniormüller tanzt im Rollstuhl mit, von seiner Frau und mir mit den Cheerleaderpuscheln aus der Fotokiste hart gefeiert...

Das Hauptmotiv in Teeniefilmen sind fast immer unüberwindbare Differenzen zwischen dem Quaterback der HighSchool-Football-Mannschaft  und dem Obernerd oder eben zwischen der Chef-Cheerleaderin und dem Mauerblümchen. Jeder Protagonist braucht einen Antagonist und so findet meine Figur, die Quaterback-Cheerleaderin im roten Edelnutten-Kleid, ihre Gegenspielerin. 
Die Schwägerin der Braut ist sozusagen mein Pendant. Diese Frau hat es nicht nötig ihren Selbstwert, welcher Hulks Oberarmen gleicht, durch schnöde Äußerlichkeiten aufzubessern. In ein sackförmig-erdfarbenes Kleid gehüllt, mit einer Frisur die in Form und Farbe an das erinnert, was emsige Rentnernachbarn zuweilen vormittags aus dem Rinnstein kehren, schwebt sie auf einer Wolke aus beigefarbener Selbstgefälligkeit über der gesamten Festgesellschaft. So unnahbar wie der Kannibale von Rothenburg hockt sie lauernd auf einem Stapel unsichtbarer Lexika und wartet nur darauf den allgemeingebildeten Pöbel die Nase abzubeißen. Weltliche Wesen kommen der Eiskönigin aus Angst vor Spontanerfrierungen gar nicht erst zu nahe. Angesichts ihrer augenscheinlichen Schwangerschaft fragt man sich, wie um alles in der Welt dieses Kind entstanden sein kann. Kaum vorstellbar, dass eine so asexuell wirkende Person etwas Weltliches und Triebgesteuertes wie Geschlechtsverkehr über sich ergehen lassen hat. Ach ja, da war ja diese Bibelstory von Maria mit dem magical Uterus.  

Schulden auf ihrem ohnehin schon leeren Sympathiekonto bei mir macht sie, als sie den von mir großzügig und wohlwollend zur Verfügung gestellten Penisstrohhalm verschmäht. Auf eine Geste höchsten Wohlwollens meinerseits antwortet sie mit einer Todsünde. Halloooo! Es ist ein Penis! Verdammt, wie wird man denn bitte schwanger wenn man ein Problem mit Penissen hat? Stimmt, der Zauberuterus. 
Jemand, der meinen Kleidungsstil als "irgendwie nuttig" definiert, selbst aber die Ausstrahlung einer Kehrschaufel Asche hat, schafft es nicht nur auf meine schwarze Liste der Antipathie, sondern er erwirbt damit eine Dauerkarte für Rang 1 auf dieser. 
Versteht das nicht falsch! Wenn der „Nuttig-Stempel“ aufgedrückt wird, bedeutet das für mich gemeinhin, dass der Arbeitsauftrag erfüllt ist aber diese Frau mit dem Charme eines Trekkingschuhs kann das doch gar nicht beurteilen! 

Richtig, ein Trekkingschuh. So überflüssig diese Studentin in fünfzig Grau-Tönen auch ist, sie hat mir dennoch diesen bahnbrechenden Vergleich beschert als sie am Morgen nach der Feier mit ihrem Mann in eben genau diesem Schuhwerk gleich im Outdoorjacken-Partnerlook zum Frühstück erschien. Ich danke ihr, denn Frau Müller liebt solche Vergleiche. Sie regen sie zum sinnieren an.

Ich denke darauf herum. Eine Frau Typ „Trekkingschuh“: der Charme-Score liegt im Negativ-Bereich, es gibt sie nur in gedeckten Farbtönen, man kann das Geschlecht kaum erkennen und braucht sie nur für Dinge die man eh kaum oder nur ungern tut – diese Merkmale passen auf die Frau ebenso wie auf den Schuh. 
Der Schuhschrank im Familienkreis ist prall gefüllt und von jedem Modell ist was dabei. Die gestrige Braut beispielsweise entspricht für mich dem Modell Ballerina. Aufs Mindeste reduziert, sportlich-elegant, praktisch aber trotzdem feminin. 
Meine zweite Schwägerin ist ein Gummistiefel: robust, nicht sehr ladylike, kaum zu kombinieren aber leistet treue Dienste wenn man durch die Scheiße muss und hält immer dicht. Gummistiefel sollte jeder haben. 
Meine Cousine, gebeutelt von zwei anstrengenden Kindern und einem missratenen Mann, entspricht meinen ehemaligen Lieblings-Pumps: in früheren Zeiten schön und elegant mit viel Charme und nahezu mit allem kombinierbar. Heute lässt einen der ausgelatschte Anblick, wenn man alle paar Jahre mal zum hinteren Teil des Schuhschranks durchdringt, wehmütig in längst vergangenen Zeiten schwelgen. Dieser Mann neben ihr ist wie ein Kaugummi unter den Sohlen, der einen daran hindert, die Schuhe einfach zum Schuster zu bringen. Jemand sollte dieses klebrige Ding endlich abkratzen.

Meine besondere Freundin Sarah hört sich meine Theorie gespannt an und meint abschließend: „Ich trau mich gar nicht zu fragen, welcher Schuh wir dann sind“. 
In der Tat, eine gute Frage. Denken wir also nach. 
Wir sind Schuhe, die erstmal grundsätzlich nicht jeder tragen kann, weil man dafür SpecialSkills benötigt. Wir haben einen schmückenden Effekt, über den der eine oder andere zu streiten vermag und sind nicht zu jeder Gelegenheit wirklich angemessen. Führt man uns dennoch aus und lässt den Anlass unbeachtet, muss man damit rechnen, dass man auffällt und das nicht bei jedem positiv. Kenner bezeichnen uns wohlwollend als „irgendwie nuttig“ und wir verstehen das Kompliment dahinter, die Anderen stellen uns dasselbe Prädikat aus und glauben uns damit verunsichern zu können. Wir eignen uns insbesondere für sitzende und vor allem liegende Aktivitäten, fürs Gehen mit uns sollte man viel Übung haben. Auch wenn es eigentlich viel zu einfach klingt: Der einzige Schuh, der auf diese Beschreibung zutrifft, ist ein knallroter 14cm-Highheel in Velourlederoptik mitPfennigabsatz.

 
Und jetzt seid ihr dran - rechnet eure Freunde und Familienmitglieder in Schuhmodelle um und lasst einen Kommentar da. Auf dass sich der Schuhschrank fülle.
Sollte ich mit dem heutigen Artikel irgendwen meiner Familie irgendwie verletzt haben - lest nochmal. Irgendwo ist ein Kompliment an euch versteckt - ihr müsst es nur finden. Jedenfalls liebe ich ALLE meine Schuhe. 
Wer nicht verpassen will, 
wenn ich mal wieder was WICHTIGES schreibe, 


Mittwoch, 3. Mai 2017

Ü30 - Der beste Sex deines Lebens wartet auf dich TEIL 2



Die 30 ist noch lange nicht der kleine Tod, an dem alles in uns stirbt, was Spaß haben darf. Sie ist der Aufstieg in eine andere Liga, die den besten Sex unseres Lebens für uns bereithält. Wenn wir nur wollen. Die ein oder andere Erkenntnis kann uns bei der "altersgerechten" Optimierung unseres Sexlebens helfen. In Teil 1 haben wir uns mit unseren Körpern ausgesöhnt, uns Wünsche eingestanden und erkannt, dass die Rollen im Bett nicht zwingend mit denen im Alltag korrelieren. Heute machen wir uns den Kopf frei, hören endlich auf zu jammern und setzten Prioritäten.

Dirty Talk schlägt Baufinanzierung
Wir haben endlich wieder Ressourcen für Sex. Zeit und Kopf – das sind die wichtigsten Faktoren. Die Kinder sind alt genug um bei Freunden zu schlafen oder kommen spät aus Schule und Hort? Na wunderbar. Sex bei Tageslicht ist nach ein paar Jahren Elternschaft eine ganz neue Erfahrung. Nachmittags beharrt niemand mehr auf eure Gesellschaft im Sandkasten? Prima, dann macht doch da die Wäsche und den Hausputz. Umso eher kommt ihr ins Bett und vor allem noch VOR „Ach-schon-so-spät-und-morgen-früh-raus“-Uhr.

Dazu kommt der Kopf. Mit 30 sehen wir die Welt entspannter, Gedankenkreisel um Karriere, Geld, Zukunft oder weiß der Teufel was noch libidotötend durchgrübelt werden kann, drehen sich viel langsamer. Alles läuft (irgendwie) und endlich hat man den Kopf frei für die wirklich wichtigen Dinge im Leben. Ich erinnere mich dunkel, dass ich schon früher Frauen ziemlich sexy fand, aber dann kamen die Baufinanzierung und der Stellenabbau in der Firma. Jetzt ist es aber endlich an der Zeit diese Frau-Frau-Phantasie mal in die Realität umzusetzen.
Dein Mann hatte schon einmal kurz erwähnt, dass er dich gerne mal unter Beobachtern vögeln will aber dann war er immer so vertieft in die Suche nach einem bezahlbaren und familientauglichen Van auf den Verkaufsportalen? Jetzt aber langsam los. Verkaufsportal schließen - Erotikportal öffnen.

Vögeln statt Jammern!
Wir kennen uns einfach schon lange und das ist nicht öde sondern gut so. Mal ehrlich, alle Welt jammert immer wie langweilig es wird nach ein paar gemeinsamen (Ehe)Jahren. Reiner Jammerzwang. Zufrieden ist anscheinend was für Langweiler. Meckern ist so unser (deutsches) Ding. Und dabei wissen wir vor lauter Unzufriedenheit gar nicht was wir wollen. 
Wir wollen BILLIGES Bio-Fleisch einer Kuh, die einen Namen hatte und täglich vom Bauern gestreichelt wurde. 
Wir wollen möglichst schnell und bequem überall hinkommen aber kein CO2 dabei ausstoßen. 
Wir wollen Machos, die vor der Umkleide brav unsere fünfzehn anprobierten BHs aufbügeln und während wir warten mit der Verkäuferin die richtige Größe suchen. 
Wir wollen, wollen, wollen und wollen. 
Und wir wollen Schmetterlinge, jeden Tag wieder. Aber ganz wichtig ist auch Vertrauen, Sicherheit und Geborgenheit.

Merkt ihr was? Wenn uns der an der Bar aufgerissene Typ von dem scharfen Schmetterlings-OneNightStand nach einer Woche nicht angerufen hat, sind ALLE Männer miese Drecksäcke. Aber ein Mann, der nach ner Arbeitswoche auch mal ungeduscht Freitagabend auf dem Sofa um halb neun einschläft, passt uns auch wieder nicht? 
Die ewig Unzufriedenen fragen sich: War das schon das ganze Leben?
Tipp 1: Für die Schmetterlinge im Bauch esst ihr einfach Raupen. Aber keine von der roten Liste, bitte. Wegen ökologischen Fingerabdruck, oder so.
Tipp 2: Wenn das Arbeitstier morgen früh erwacht und duschen geht, parkt ihr die Kinder vor dem Fernseher, sperrt die Badtür von innen ab und lasst euch ordentlich unter der Dusche vögeln. Sex ist nämlich erstens was für ZWEI (also erwartet nicht, dass immer nur EINER den Entertainer macht) und zweitens bietet er eine wunderbare Kommunikationsplattform für eure Wünsche. Stellt also zwischendurch mal die Dusche ab und stöhnt euch Sauereien zu. Das spart Wasser und ebnet den Weg für Runde zwei am Abend.

Jetzt hab ich vor lauter Zeigefinger-Fuchtelei meinen roten Faden verloren. Was ich nämlich eigentlich sagen wollte: der Umstand, dass man sich schon ein paar Jahre kennt muss nicht unbedingt für Langeweile sorgen. Ganz nebenbei erfahre ich nämlich ziemlich viel über die Wünsche und Vorstellungen von jemandem, mit dem ich täglich Bett und Sofa teile. Aufmerksamkeit und Empathie vorausgesetzt. Für angestrengt ästhetischen Vielleicht-Hochglanzporno-Sex mit einem Unbekannten „Eventuell-Perversen“ bin ich dann wirklich zu alt. Da nehm ich lieber den ehrlich-animalischen Partnerschaftssex, der mit der Zeit zu etwas mit eigener Note gereift ist. Konkurrieren mit anderen Frauen hab ich nicht nötig, in meiner Hood bin ich die Alpha-Frau. Oder Sarah.

Zu guter Letzt: Was Sex und Schuhe gemeinsam haben
Schuhe verkörpern als Konsumgut eine der wichtigsten Erkenntnisse im geistigen Reifeprozess. Was bei Schuhen ebenso wie bei Sex oder zum Beispiel auch bei Freunden zählt ist nicht die Quantität sondern die Qualität. Seltener Sex ist nicht automatisch schlechter Sex. Heute ist der Sex ausgefallen. Morgen habe ich dafür ausgefallenen Sex. Ihr versteht?
Die Tatsache, dass wir (vielleicht) nicht mehr wie Achtzehnjährige dreimal am Tag übereinander herfallen, begründet sich aller Wahrscheinlichkeit nach aus den im Laufe der Jahre entdeckten weiteren gemeinsamen Interessengebieten jenseits des Lattenrostes. 
Wichtig ist nur: Gute Schuhe! Fein, wenn euch die Werbung „2 Paar Kaufen – 3 Paar mitnehmen“ nicht mehr tangiert. Aber schlecht wenn ihr eurer Fußbekleidung so gar keine Aufmerksamkeit schenkt. Eure Füße tragen euch durchs Leben. Mit Sex ist es genauso: zwingt euch Mittwochs nach dem Zumba nicht zu einer halbherzigen Nummer, bei der ihr euch nur deswegen die Augen verbinden lasst, damit er nicht merkt, dass ihr immer wieder einnickt. Verkauft Samstag lieber die Kinder an die Oma und beschmutzt Küchentisch, Sofa, Treppe und Teppich die halbe Nacht mit euren Körperflüssigkeiten. Da habt ihr länger was davon.

Also Ladys, auch wenn ihr euch jetzt vielleicht nicht in allen Punkten wiedererkannt habt weil ihr aus Überzeugung kinderlos oder Single oder beides seid, ihr womöglich noch gar nicht an der magischen Drei kratzt, denkt daran:
Ihr seid keine Mietzen, ihr seid Raubkatzen. Keine Entchen sondern der Pfau. Cupcakes, keine trockenen Schrippen. Ihr habt die Dreißig längst überschritten? Auch gut: Frauen altern nicht - sie geilern. 


Hört auf zu jammern, Komplexe zu haben und nach dem Pianisten mit den Gynäkologenhänden und dem Model-Schwanz zu suchen, der euch mit einem edlen Ross aus der Dessous-Abteilung von Primark abholt und wortlos sexuelle Begierden aus euren schmachtenden Augen abliest. Die, die ihr beneidet, haben beim Vögeln genau wie ihr weder Filter noch Photoshop. 

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Lebensbejahendes und
Fundamentalbanales ;-)

LUST AUF NOCH MEHR SEX-KRAM?
Ihr wollt noch mehr philosophisch-schlüpfriges aus Frau Müllers Hirn und Tastatur? Alle Links zu den Artikeln des SchMärz 2017, einem Monat in dem sich alles um Dominanz und Unterwerfung drehte, findet ihr unter DIESEM ARTIKEL: Der SchMärz ist da...

Oder interessieren euch die Erfahrungen der Müllers rund um ihre Vierecks-Beziehung. Alle Links der "Friends with Benefits"-Reihe findet ihr unter DIESEM ARTIKEL: Friends with Benefits - Das RESÜMEE