Lehrer sind auch nur Menschen. Und nicht jeder trifft sich abends mit Kolleginnen abwechselnd zum Nordic Walking oder zum Fortgeschrittenenkurs in Seidenmalerei. Ich denke ich bin das Kuckucksei im Lehrerzimmer. Etwa wie ein Veganer, der ausversehen Metzger geworden ist oder ein Pilot mit Höhenangst. Oder wie eine Franzi van Almsick, die immer wieder vom Schwebebalken fällt weil sie noch nie jemand ins Wasser geschubst hat.

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Donnerstag, 18. Oktober 2018

Gladiatorenkämpfe, Sturzflüge und Gulaschpotpourri - Menschenhass über den Wolken


„Nächstes Mal buch‘ dir einen Plussize-Sitz, du Missgeburt in Überlänge – das kostet nur vier Euro mehr. Oder fliege nicht in meinem Flugzeug!“ höre ich mich im Geiste meinem Hintermann entgegenschmettern, während sich das Knie des Dreimetermannes mit Holzbein seit einer Stunde mit konstantem Druck genau in die Stelle diagonal zwischen meiner linken Niere und dem Kreuzbein bohrt. Ein innereuropäischer Flug der Discounterkategorie wirkt wie LSD auf Misanthropensinne.

Die ersten Fünkchen im Flächenbrand des Menschenhasses stieben bereits auf, als die unfreundliche Frau mit dem bajuwarischen Akzent hinter der Theke mit den belegten Backwaren mehrfach „Werte Kunden, bitte stellen sie sich in einer Schlange von rechts an“ wiehrt, während ich die Vielfalt der Auslage studiere und zu diesem Zeitpunkt noch längst nicht entschieden habe, ob ich überhaupt Kundin von dieser bellenden Gans mit Fönwelle sein möchte. Nein, möchte ich nicht. Nach dem vierte „Werte Kunden“ habe ich beschlossen, auf das Frühstück zu verzichten. Gefühlsintern die richtige Entscheidung, um der Brötchenziege hinter dem Niesschutz gegenüber nicht handgreiflich zu werden. Gefühlsextern ein Risiko für all meine mir persönlich bekannten Mitreisenden. Sarah erkennt das und erwirbt mir ein Weizenmehlcroissant, vermutlich selbst unter der größten Anstrengung ihren für gewöhnlich tödlichen Laserblick als Teil der RestingBitchFace-Grundaustattung von „Todbringend“ auf deeskalierendes „Zutiefst verachtend“ herunter zu regulieren.

Die Auswirkungen des Weizenmehls auf meine Darmtätigkeit kämpfen nun mit dem Knie des misswüchsigen Riesen hinter mir einen ziemlich hässlichen Gladiatorenkampf, bei dem zwischen den Kontrahenten nur 2 ¾ Lagen billiges Kunstleder, ein paar Gramm Ladyhüftspeck und einhorngleiche Knochenmasse liegen. Sein Übriges steuert der Kleine Müller bei, der mir in regelmäßigen Abständen schlaftrunken seinen Ellbogen in die Flanke bohrt.
Während ich also das Knie angestrengt wegignoriere indem ich mir das Mantra meiner Yogalehrerin „Liebe den Schmerz“ in die Synapsen zwinge, damit ich mir nicht fortwährend neue Flüche gegen den Stelzenmann ausdenken muss, gießt der Rest der Menschen in der Kabine kontinuierlich Öl in den misanthropischen Großbrand.


Handgepäck. Ein Kapitel für sich. Handgepäck. Was inDreiteufelsnamen kann außer Buch, Telefon, Geldbörse, Penisstrohhalm und 1,5kg Handtaschensedimente am Boden der Tasche in zweieinhalb Stunden über den Wolken so wichtig sein, dass man es in einen Trolley packen muss, mit dem man dann allen gegens Knie fährt, bis man seinen Sitz in der hintersten Reihe erreicht hat? Und noch viel wichtiger die Frage: Warum packt man diese Scheißteile oben in die Fächer für das leichte Gepäck, nur um sie dann noch bevor das fucking Flugzeug seine Reiseflughöhe erreicht hat, wieder raus zu zerren? „Das Anschnallsymbol gilt auch für dich, du Pisser!“ schreit es wieder aus meinen Gedanken. Ich glaube, mittlerweile zuckt mein linkes Auge nervös. Pauschalreisen. Der Cruciatusfluch für Eigenbrötler. 

„…Und wenn ein Gedanke kommt, lass ihn einfach vorbei ziehen… rechts einatmen … verschließen… links ausatmen…“ höre ich die Stimme meiner Yogalehrerin aus dem Off.

Die Mehrzahl der Menschen wird, je länger man sie beobachtet, nur umso verabscheuungswürdiger. Warteschlangen zum Beispiel sind prädestiniert für solche Studien im Zeichen der Abneigung. Wie sie sich für das Gefühl, wenigstens einmal im Leben ganz vorne mit dabei zu sein, auf jedes Leben stürzen, das sich morgens gegen fünf hinter einem verwaisten Boardingschalter regt. Wie die Geier aufs Aas.

Die Flugbeleiterin rollt mit dem Fressalienwägelchen vorbei. Essen und Getränke gibt es, genau wie Beinfreiheit, bei ALDIfly nur gegen 24 Stunden vorher online zu entrichtendes Entgelt. Für die Kurzentschlossenen gibt’s Muffins mit dem Feuchtigkeitsgehalt einer Dose Babypuder zum Preis eines Fertigteilhauses. Ich verstehe Menschen nicht, die morgens halb sieben auf einem innereuropäischen Flug unbedingt eine warme Mahlzeit brauchen, die noch dazu weder schmeckt noch einen Beitrag zur gesamtgesellschaftlichen Aufgabe der Müllvermeidung leistet. Diabetiker natürlich ausgeschlossen. Sind wir doch mal ehrlich. 98,9% der Menschen in diesem Flieger werden die nächsten 7 bis 14 Tage zwischen Strandliege, Buffet und Poolbar verbringen. ALDIfly könnte stattdessen gratis Brotdosen , von mir aus in Trolleyform, an alle Fluggäste verteilen, in denen sich dann jeder für den nächsten Flug selbst geschmierte Stullen belegt mit Mett und Radieschen plus mundgerecht geschnippelte Kohlrabischnitze für’s kollektive Geschmacks-, Lausch- und Duftvergnügen, verpacken und im Handgepäck mitführen könnte. Das bindet gleichzeitig auch den Fluggast ans Unternehmen. Ja, Business kann ich auch. 

Vermutlich würde diese olfaktorische Sinfonie aus 250 Brotdosen auch genauso widerlich duften, wie das Bouquet aus Rindergulasch und Kichererbsen-Masala, welches sich gerade eben in der Kabine ausbreitet während hinter den Fenstern die Morgensonne freundlich strahlt. Lasst euch euer Umami-Frühstück schmecken, ihr Unmenschen.

Jetzt kommt die Halstuchfrau mit dem Müllwägelchen vorbei. Warum wasche ich mir eigentlich meine Haare mit unverpackten Seifenstücken, während diese Verpackungsfaschisten jeden Scheißkeks zum Kaffee extra in Folie wickeln?
Gerade hab ich gesehen, dass der Typ rechts vor mir ne Brotbüchse auf seinem Klapptischchen liegen hat. Sympathischer Typ. Den Pluspunkt bekommt er, wenn auch auf wackligen Füßen, da auf dem Schoß seiner Freundin neben ihm ein gefährlich kleines Kind sitzt. Die kleine Kröte schläft. Er darf seinen Sympathiebonus vorerst behalten.

Fünf Minuten später quäkt der Hosenscheißer. Scheiß auf die Brotbüchse. Alles Idioten hier. Und überhaupt. Was sind das eigentlich für Menschen, die ständig durch das Flugzeug latschen müssen. Vier Mal aufs Klo in zwei Stunden oder was? Wie wäre denn zur Abwechslung mal ein Wanderurlaub in der sächsischen Schweiz? Da lacht sogar die Venenpumpe.

Wir haben es inzwischen fast geschafft. Jetzt nur noch die Landeklatscher. Versteht mich nicht falsch, ich habe weder viel Vertrauen in Technik noch in Personen und gehe auch nicht davon aus, dass jeder meiner Mitmenschen seine Gefühlsausbrüche ebenso gut unterdrücken kann, wie ich. Aber der Pilot macht seinen Job. Okay, es ist für uns alle wichtig, dass er ihn gut macht. Aber sollte man das nicht von Jedem bezüglich der Ausübung seines Broterwerbs erwarten dürfen? Ich meine, mir applaudiert auch keiner, wenn täglich alle meine Schüler am Mittag das Klassenzimmer lebend und ohne offensichtlich bleibende Schäden verlassen. Ich habe auch Helmut und Lieselotte noch nie wie wild klatschen sehen, kurz bevor sie Herrmannplatz/Ecke Brechtstraße die Tram verlassen. Keiner feiert die Wurstfachverkäuferin fürs grammgenaue Mortadellaabwiegen und niemand springt aus dem Jackett, wenn er sein KfZ mit frisch montierten Winterreifen aus der Werkstatt abholt. Das könnte man noch ein Weilchen so fortführen. Und wo bitte bleibt eigentlich der Applaus für jede gewechselte Windel und all die gefütterten Senioren im Altersheim? Für 15 schlafende Terroristen in Spiderman-Schlafanzügen zur Mittagszeit im Kindergarten?

Mit den letzten Klatschern klicken im noch rollenden Flugzeug auch schon die ersten Gurtschnallen und die Geier machen sich zum Sturzflug auf den ersten Platz bereit. Wer das Flugzeug eher verlässt, ist länger im Urlaub, lautet die Devise. 2 Stunden, zwei Martini und ein Ouzo Sunrise, 6 Euro für drei Runden Airhockey und einen beinahe zertrümmerten Lobbycouchtisch später, sind Knie, Geier und Rindergulasch fast vergessen und meine Yogalehrerin im Kopf hat Feierabend. Der Seelenfrieden hält bis ich von meinem Balkon aus beobachte, wie vier stark übergewichtige Britinnen drei Kleinkinder, vier Luftmatratzen, ein Volleyballnetz und ungezählte Bälle in den Sharingpool werfen, während sie Bier aus Dosen trinken und die aktuellen UK Charts grölen. "Oooohm… einatmen.... ausatmen..."


Freitag, 14. September 2018

Von Wunderprosecco, Haarspray mit Lotuseffekt und Yoga in HighHeels


Als ich den großen Müller heute Morgen in die Schule gefahren habe, kam mir eine wirklich originelle Idee. Beim Autofahren habe ich übrigens immer die besten Ideen, genau wie beim Staubsaugen. Nach einem Tobsuchtsanfall im Stadtverkehr hatte ich mal den Geistesblitz, mittels Webcam neben dem Lenkrad eine Art Chat-Roulette „Drivers Edition“ zu erfinden. Man könnte dann anderen beim Autofahren und damit beim Singen, Popeln oder Fluchen zuschauen. Ich denke, das könnte echt lustig werden. 


Jedenfalls kam mir heute Morgen der Gedanke an ein Retro-Videospiel nach dem Super Mario-Vorbild. Das ganze heißt natürlich – völlig logisch – Super Müllerin. Dabei kämpft sich mein pixelgewordenes Ebenbild durch verschiedene Welten, vom Klassenzimmer und dem Schulhof über die Innenstadt und den Supermarkt bis hin zum Stadtfest, den Zoo und den Weihnachtsmarkt. Überall gilt es Schüler zu besiegen, in dem man sie mit Kreide und Schlüsseln bewirft, Kollegen und Eltern muss man ausweichen. Oder man schützt sich, indem man Ohrenschützer aktiviert. Den Schlüssel und die Ohrenschützer muss man aber, ähnlich wie bei Legend of Zelda das Schwert und den anderen Kram, erst mal finden. Ja, ich lege Wert auf Realitätsnähe. Man kann kleine Proseccodosen oder Schnapspralinen finden, die machen dann stärker oder schenken einem ein Extraleben. Die Schulleiterin könnte zum Beispiel ein Endgegner sein. Oder ein Schüler mit ADHS auf Ritalinentzug. Oder ein alkoholisierter Vater. Ich denke wirklich, das würde Spaß machen.
So könnte es aussehen, wenn Super Müllerin einen Justin trifft, der vor einer Unsterblichkeits-Proseccodose patroulliert (nur ohne Bart vielleicht)

Ur-Keim dieses gedanklich schon bis ins Detail ausgesponnenen Gedankenkonstrukts war übrigens mein aktives geistiges Klemmbrett zum Thema Freizeitsport, im Speziellen zum Schwimmen in öffentlichen Badeanstalten. Dort versuche ich mich nämlich seit kurzem wieder regelmäßig aufzuhalten (wenn man nach dreimal schon von regelmäßig sprechen kann). Vergangene Woche habe ich mich im Wasser wie Mario zwischen den Bowsern gefühlt. Der Rest kam dann aus meinem Hirn gesprudelt, wie Cola aus der Flasche, wenn man ordentlich schüttelt oder Mentos rein schmeißt.

Wenn sich der Leser jetzt fragt „Warum um alles in der Welt geht die Müllerin schwimmen? Das ist Baden in Menschensuppe mit nicht zu unterschätzendem Urin- und Schweißanteil und macht außerdem keinen Spaß, dafür aber ein breites Kreuz“ so muss ich ihm zunächst beipflichten. Aber nach dem Zurateziehen meines wankelmütigen Bindegewebes, der nicht vorhandenen alternativ ebenso leicht zu erreichenden örtlichen Möglichkeiten das körperliche Aktivitätsniveau zu heben, erschien mir das wöchentlich einstündige Verdrängen von Wassermassen als das geringste zu erbringende Opfer für einen kaum merklich verlangsamten Verfallsprozess. 


Okay, ich könnte joggen gehen. Aber zum einen erscheint mir Joggen insgesamt von allen Ausdauersportarten am sinnfreiesten und zweitens bin ich beim Sport am liebsten allein. Das heißt nicht, dass ich nicht Menschen im selben Raum oder Wasser dulde. Auch wenn ich mich erst gestern Abend nur knapp zurückhalten konnte, dieser dauerkichernden Ollen zwei Matten neben mir meinen hölzernen Yogablock mit Wucht gegen den Kopf zu schmettern. Oder sie mit dem Yogagurt zu erwürgen. Nur der Grad meiner Entspannung hat schlimmeres verhindert. 

Das bedeutet einfach, dass ich dabei ungern Mann, Freunde oder Kollegen dabei habe, von denen auch nur die geringste Gefahr ekelhafter Motivationsversuche ausgeht beziehungsweise die meinem Hang zur Selbstgeißelung auch nur im Ansatz im Wege stehen. Also müsste ich alleine laufen gehen, im Wald versteht sich. Denn auf der Straße sind Menschen. Im Wald hab ich aber Angst. Selbstverständlich nur vor den Wildschweinen. Daher geh ich schwimmen.

Mannschaftsport fällt ebenso aus, das ist wie die Gruppenarbeiten früher in der Schule oder Uni. Kryptonit für Misanthropen. Fitnessstudios genauso. Sarah hat mich vor kurzem gefragt, ob ich mit ihr mal hingehen will, weil sie meinen Bindegewebsmonolog nicht mehr ertragen konnte. Ich hab ihr mit einer Gegenfrage geantwortet: Hast DU Lust, mal einen Tag in einer Krippengruppe zu verbringen, in dem der Norovirus grassiert?
Dieses Gerätetraining. Wuäh. Fluchtreflex. Und dann kommt vielleicht noch ein gutaussehender Kerl Mitte Zwanzig mit Namensschild und sagt mir, dass ich irgendwas falsch mache? Hallo? Ich darf ja wohl immer noch selbst entscheiden, wie ich mir meinen Nacken verspanne. Werd erstmal so alt wie ich, Bengel. Kurse. Genauso schlimm. Keinen Bock, mich von ner Gleichaltrigen mit Caprileggings und übermotiviertem Bindegewebe im Sinne der Motivation anschreien zu lassen und dazu auch noch schlechte Musik zu hören.

Ach ja, zu Hause Sport machen geht auch. Hört sich eigentlich total schlüssig und sinnvoll an. Scheitert aber an der Realität und vor allem am Sofa. Ich habe mir sechs lange Sommerferienwochen vorgenommen, irgendwann mal morgens Yoga auf meiner Terrasse zu machen. Und dann kam etwas, das nannten Meteorologen „Jahrhundertsommer“. Ausrede genug.
Also geh ich in die Schwimmhalle.

Wenn ich einen Bikini und Badeschlappen im Auto habe, dann kann ich auch schwimmen.
Wenn ich vier Euro bezahlt und das Drehkreuz unwiderruflich passiert habe, dann kann ich auch schwimmen.
Wenn ich schon mal mitten am Tag in Badeklamotten am Beckenrand stehe, dann kann ich auch schwimmen.
Wenn ich mich schon ins 28 Grad kalte Wasser gehievt habe, dann kann ich auch schwimmen.
Wenn ich fünf Minuten geschwommen bin, dann kann ich auch ne Stunde schwimmen. Muss sich ja schließlich lohnen.

Meine Art der „Wenn dann“-Motivation. Letztlich schwitze ich beim Schwimmen nicht, meine Hüfte macht keine komischen Geräusche und das Risiko, mich zu verletzen ist gering. Dank meiner fürstlichen Arbeitszeiten, kann ich die öffentliche Badeanstalt schon am Mittag aufsuchen. Das hat den Vorteil, dass der Kinderanteil in dieser Halle mit der unvorteilhaften Akustik, gegen Null geht. Hausaufgaben statt Arschbombe heißt die Lösung. Eltern sind auch keine da, denn von 12 bis 2 läuft das Mittagsmagazin auf RTL.

Wer geht also wochentags zur Mittagszeit schwimmen außer Lehrer? Rentner natürlich. Vormittags sind sie beim Arzt und nachmittags überrennen sie die Supermärkte. Allerdings habe ich in meiner als Langzeitstudie angelegten Beobachtung (die zum gegenwärtigen Zeitpunkt drei Besuche umfasst) noch keine Ursachen für die tageweisen Schwankungen der Rentnerdichte eruieren können. Ich hatte bereits das Vergnügen, im fast leeren Becken in trauter Einsamkeit vor mich hin planschen zu dürfen, war allerdings auch schon genötigt, permanente Ausweichmanöver wie der Sat1 Superball zu vollziehen. Ich vermute eine Korrelation mit dem vierzehntägig stattfindenden Wochenmarkt in der Innenstadt. 

Jetzt hätte der konsequente Misanthrop in mir ab dem dritten Senioren auf der gleichen Bahn konsequent das Becken verlassen und nach Hause gehen können, weil aber der Sportler in mir konsequenter ist, hab ich lieber den Joey Kelly gemacht, durchgezogen und mich dabei in menschenkategorisierenden Gedanken verloren.

Da sind zunächst die Enten. Es gibt sie in allen Altersgruppen. Ich bin übrigens auch eine Ente. Man erkennt sie am konsequenten Brustschwimmstil und den trockenen Haaren, gegebenenfalls auch am unversehrten Make-up, das allerdings einen besonders langen Entenhals erfordert. Die jüngeren Enten (ich zähle mich auch knapp dazu) schützen ihr Kopfgefieder durch stylische Duttaufbauten, weswegen ich sie Schmuckenten nenne, die älteren Enten durch nicht minder modische Badehauben oder drei bis acht Extraschichten Haarlack. Die Entscheidung für eine der beiden Varianten hängt vermutlich von der Frische der Kaltwelle im edlen silbergrauen Kopfputz ab. 


Außerdem erkennt man die Enten an ihrem charakteristischen Duft, dessen Stärke und Nachhaltigkeit proportional mit dem Alter der Ente zunimmt. Ein Rudel sehr alte Enten wird zuweilen umgeben von dichten Nebelschwaden aus 4711 und Tosca, die an das Caspar David Friedrich-Gemälde einer Moorlandschaft erinnern. Außerdem steigt auch die Zeit, die die älteren Wasservögel innen am Beckenrand ähnlich einer Nudel am Topfrand klebend, verbringen proportional zum Alter.

Das männliche Pendant dazu sind die Dampfer. Eisbrecher wäre ebenso passend. Oder Walrösser. Denn genau wie ihre Namensgeber, durchpflügen nicht selten übergewichtige Männer jenseits der Lebensmitte ohne Rücksicht auf möglichen Gegenverkehr das Wasser. Dabei kämpfen viele von ihnen gegen erhöhten Wasserwiderstand aufgrund dichter Rückenbehaarung. Jeder dieser Pelzträger wäre angesprochen auf seine üppige Körperbehaarung bei einer Kontra-Burkini-Diskussion sofort mundtot. Im Gegensatz zu den Enten, treten die Dampfer meist als Einzelexemplar auf, benötigen jedoch wegen ihres sehr ausladenden Rückenschwimmstils genauso viel Platz wie ein mittelgroßes Entenrudel. Ein Dampfer hat mich einmal unter Wasser am Schenkel leicht touchiert und sich, als er mir auf der nächsten Bahn erneut entgegen kam, sehr förmlich entschuldigt und mir dabei versichert, dass es sich nicht um sexuelle Belästigung handelte. Ohne Witz.

Schließlich gibt es noch die Hechte. Von ihnen gibt es männliche und weibliche Exemplare, auch gibt es sie in nahezu allen Altersklassen. Echte Hechte erkennt man an der sehr funktionalen Badebekleidung zumeist einschlägiger Hersteller, der obligatorischen Schwimmbrille und nicht selten einer sportiven Badekappe. Hechte steigen nicht über die Leiter ins Becken sondern benutzen die vorhandenen Startblöcke. Außerdem halten sich Hechte in der Regel auf der abgegrenzten Bahn links außen auf, um im Training nicht auf Enten zu stoßen. Befinden sich sehr wenige Hechte im Becken, wird neu ankommenden Enten nicht selten fast völlige Leere im Wasser suggeriert, da sich Hechte größtenteils unter der Wasseroberfläche aufhalten. Das alles hat zur Folge, dass ich mich, wenn ich gemeinsam mit Herrn Müller die Badeanstalt aufsuche, bereits beim Betreten der Schwimmhalle von ihm verabschiede, da sich die Schwimmstile von Hechten und Enten eher schlecht miteinander vereinen lassen.

All diese Menschen sind da, aber sie sprechen nicht mit mir. Zwischen ihnen und mir befindet sich wohltuendes Schweigen und eine gesundheitlich nur knapp unbedenkliche Menge Chlor. Das und die Tatsache, dass man beim Schwimmen keine Schuhe trägt, lassen mir die Schwimmhalle als einen geeigneten Ort erscheinen, an dem ich mich sportlich betätigen kann. Vermutlich werden immer dann, wenn mein Puls steigt, Urinstinkte bei mir geweckt, die mir signalisieren, dass ich meine Füße entkleiden muss. Das klappt beim Yoga, wie beim sporadischen Kampfsport genauso wie beim Schwimmen. Vielleicht liegt es aber auch einfach nur daran, dass Turnschuhe nicht hübsch sind und es sich in HighHeels schlecht turnt.

Mittwoch, 17. Januar 2018

Ich war da mal im Swingerclub und dann...: Was Swinger und Kartoffeln gemeinsam haben

Nachdem wir im Mottomonat Swingerclub vergangene Woche zunächst einen Blick auf die angemessene Verpackung für sexuell Aufgeschlossene geworfen hatten, wird heute das Ei gepellt...

Das Leben ist hart, aber wir sind härter. Als wir Fahrrad fahren lernten, fielen wir oft hin, vielleicht schlugen wir uns sogar die Knie und Ellbogen blutig. Aber wir verkauften das Rad nicht, sondern wir versuchten es erneut weil uns irgendein Gefühl sagte, dass Fahrrad fahren fetzt. Unser erster Eierkuchen zerfällt manchmal wenn wir ihn wenden, weil wir den Garpunkt nicht abwarten konnten. Oder wir warten zu lange und wenden einen Bicolor-Eierkuchen, der zur Hälfte aus Kohle besteht. Was tun wir? Wir werfen das missglückte Kochgeschick in den Biomüll und versuchen es mit dem restlichen Teig erneut. Keiner käme darauf, nach diesem Fauxpas nie wieder Eierkuchen zu essen.Warum? Weil wir Hunger haben und wissen, das Eierkuchen was ziemlich Geiles sind…

Den etwas holprigen Einstieg ins Sodom und Gomorrha der Müllers in die Swingerwelt habe ich HIER bereits beschrieben. Aber auch Sarah und Marco rutschten nicht auf rosa Wölkchen in ihren ersten Partnertausch.
Als die Beiden das erste Mal einen Swingerclub besuchten, wollten sie nach einer halben Stunde die Flucht ergreifen. Nämlich genau dann als sich alle Herren per Aufforderung ihrer Buxe zu entledigen hatten und kurz darauf auch die „Knospen den Frühling begrüßen“ sollten. Die Menschen, welche sich daraufhin ungefragt an Marcos Hose und Sarahs BH zu schaffen machten, sollten ihrem Schicksal danken, dass sie ihr Augenlicht nur durch Marcos beschwichtigender Worte an seine Frau nicht an Sarahs Fingernägeln verloren. Dementsprechend kurz und freudlos verlief der Abend.

Versteht mich nicht falsch, ich bin ein Fan von Penissen und romantischer Poesie, aber das unter einem Hemd hervorbaumelnde Gemächt von Männern verschiedensten Alters und Körperbaus finde ich bezüglich seines anregenden Charakters zumindest fragwürdig. Außerdem möchte ich selbst entscheiden wann ich meinen BH ausziehe und ob ich meine Caprese lieber mit bedeckten Nippeln esse.

Ja, es gibt solche Clubs. Selbstgezimmerte Bars mit Holzverkleidung und Lichtschläuchen, hinter denen Irene im weißen Netzfummel mit blondierter Kaltwelle, Neonnägeln und Croqs Flaschenbier und Kartoffelsalat serviert, alle Gäste sich vom Kegeln kennen und löchrige Spannbettlaken IKEA-Matratzen vor dem Schlimmsten bewahren. Es gibt aber auch gute. Ich danke Sarah und Marco für die Resilienz ihrer sexuellen Aufgeschlossenheit, welche uns ermöglichte gemeinsam mit ihnen den ein oder anderen besseren und guten Club kennenzulernen und uns von den Traumata der Vergangenheit zu heilen.

Jetzt fragen sich einige vermutlich „Schön und gut, aber was soll ich denn nun da?“. Lasst mich also etwas über die Intentionen der Menschen erzählen, die einen Swingerclub – im Folgenden kurz Club genannt – aufsuchen.

Da sind zunächst die Paare – wie auch die Müllers eins sind. Warum wir ein solches Etablissement aufsuchten, lest ihr HIER. Damit gehören wir sicher der Mehrheit der Besucher an. Sex mit anderen, einer zweiten Frau, einem zweiten Mann, einem zweiten Paar. Was heißt Sex mit Anderen? Im selben Raum? Auf der selben Matte? Mit Körperkontakt? Mit getauschten Partnern ohne Geschlechtsverkehr? Ohne Küssen? Oder alles auf einmal?

Der Möglichkeiten gibt es unzählige. Nicht zu vergessen, die Paare die in einem kleinen oder großen Publikum bei ihrem Akt den besonderen Kick finden. Das Publikum ist vielgestaltig und reicht vom schüchternen Schüttler hinter einem Loch in der Wand, welches sicherlich nicht auf Wunsch des TÜV-Prüfers dort angebracht wurde, bis hin zum selbstbewussten Onanator, der seinen Handjob direkt im Türrahmen erledigt. Die Darbietenden machen die Regeln und wem irgendwas zu weit geht, der möge dies äußern. Per Telekinese wurde noch niemand vom Wichsen abgehalten. 

Schließlich gibt es auch die Paare, die vielleicht gar keinen Sex im Club haben möchten, aber aus den gleichen Beweggründen hingehen, wie sich Menschen Pornos anschauen. Weil es eben gelegentlich ziemlich scharf macht, Anderen beim Vögeln zu zuschauen. Im Club liegt kein Stroh (außer es ist Mottoparty), niemand trägt eine Maske (es sei denn RTL2 kommt zum Dreh) und die Dialoge sind zwar nicht zwingend anspruchsvoller aber zumindest nicht synchronisiert. Echte Menschen. Kein Hexenwerk.

Wir Müllers sind eine Mischung aus der gemäßigten Version aller Varianten. Wir hatten Sex mit einem Paar, das wir im Club kennengelernt hatten, viel lieber lernten wir die Paare allerdings vorher kennen. Wir hatten in einer Clubnacht auch schon ausschließlich Müller-Sex ohne Fremdeinwirkung. Zuschauer, wenn sie nicht zu Groupies werden, können ein netter Kick sein. Und die Tatsache, dass man weder auf schlafende Nachbarn noch Kinder Rücksicht nehmen muss, steigert sowohl Möglichkeiten als auch Libido. Ein Paar im gleichen Modus auf der Nachbarmatratze kann dem Ganzen das Krönchen aufsetzen, auch wenn man die Beiden im besser ausgeleuchteten Barbereich vielleicht nie angesprochen hätte…

Man soll es nicht glauben, aber auch Solo-Personen gehen in Clubs. Singlemänner sicherlich einerseits auch aus den im Pärchenteil oben beschriebenen Gründen. Damit möchte ich den gemeinen Singlemann, der in weiten Teilen der Szene kein sonderlich gutes Ansehen genießt, keineswegs offen diskriminieren oder in eine Schublade stecken. Leider allerdings basieren einige meiner nicht so prickelnden Erinnerungen auf Begegnungen mit solcherlei Exemplaren, die man nur mit klaren Worten in die ewigen Jagdgründe schicken kann. Einer dieser stalkenden Schlüpferpiloten legte sich einmal unaufgefordert so dicht neben mich, dass ich seinen Atem aus Bier, Zigaretten und Zwiebelsteak riechen konnte – „Entweder DU gehst oder wir gehen!“ und zack, war er hinter der nächsten bordeauxroten Pannesamtwand verschwunden. Hausverbot is nix, dachte sich wohl auch Zwiebeljack.

In meinen Alpträumen sehe ich noch heute schemenhaft ein Robben-Mann-Mischwesen, das aus meinem Augenwinkel heraus im Zwielicht auf Sarah zu kriecht, die natürlich nichts mitbekommt weil Herr Müller sie leckt. Gerade noch rechtzeitig konnte Marco (der natürlich auch nichts mitbekommen hatte, weil er hinter mir mit irgendwas beschäftigt war) nach meinem Ganzkörperschaudern den Eindringling vertreiben. Kennt ihr diese Szenen in Trickfilmen, wenn Hund und Katze zusammen in einer Kiste stecken? Ich vermute, so hätte es ausgesehen, wenn nicht meine durch spickende Schulkinder außerordentlich trainierte Aufmerksamkeit den Supergau verhindert hätte.

Was ich damit sagen will: so Dinge passieren eben. Clubs sind Orte, an denen sich Wünsche, Phantasie, Wirklichkeit und Wahrnehmung zu einem undefinierbaren Brei vermischen, der vor Mitternacht nach Massageöl duftetet und danach nach Sperma.  Kommunikation ist alles. So konnten wir Dinge verhindern, die uns nicht gefielen und so hätten auch die Birkenstock-Casanovas ihre Enttäuschungen kurz vor dem Zieleinlauf verhindern können.

Natürlich dürfen wir dennoch die echten Gentlemen nicht vergessen, die adrett gekleidet an der Bar am Getränk nippend auf ein Pärchen warten, das sein sexuelles Glück in einem zweiten Herrn beim Liebesspiel sucht oooder eben auf all the single ladys.
Stop! Frauen? Frauen, die in den Club gehen um Sex mit einem Fremden zu haben gibt es nicht. Hallo? Wie krank ist das denn. Da kann sie ja auch gleich auf den Strich gehen und Geld dafür nehmen, das Flittchen. Macht wahrscheinlich auch sonst für jeden die Beine breit… huch, Entschuldigung. Ich hatte gerade Synapsenbandsalat und das, was ich eigentlich schreiben wollte, überlagerte sich mit dem, was ich kürzlich in einer Kommentarspalte zum Thema Swingen las.

Und schließlich gibt es auch Solo-Frauen im Club. Warum auch nicht, sollten Frauen nicht das gleiche Bedürfnis und die Fähigkeit dazu haben, mit verhältnismäßig Fremden wilden Sex zu haben. Nach Küche, Kindern und neuerdings auch Karriere sollten wir ihnen das ruhig zugestehen. Die Tatsache, warum man ungleich weniger Frauen masturbierend im Türrahmen vorfindet, während Tobias seine Luise gerade von hinten nimmt, DAS kann ich euch allerdings nicht erklären. Darauf dürft ihr euch selbst einen Reim machen.

Um dem auch mengenmäßig ungleichen Verhältnis von Singlemännern – und Frauen entgegenzuwirken, verfolgen die meisten Clubs eine bestimmte Eintrittspreisstrategie. Während Frauen oft mit Dumpingpreisen für ihr huldvolles Erscheinen belohnt werden, zahlen Solomänner oft gut das Drei- bis Fünffache.

Das mag vielleicht vermessen oder überheblich klingen, aber Eintrittspreise können zum Einen ein Indikator für Qualität sein und sichern gleichzeitig einen gewissen Gästestandard. Es beginnt schon beim Essen. Leistet sich der Club extra Küchenpersonal oder macht Multitasking-Manfred selbst das Ragout Fin in der Microwelle warm, nachdem er die Gäste begrüßt und einen Kasten Bier unter die Bar geschoben hat? Ich erspar mir dazu jetzt weitere Ausführungen um mich nicht um Kopf und Kragen zu schreiben. 

Man kann also 20€ bezahlen und sich als Sparfuchs zwischen Netzhemd-Norbert und Beate-Uhse-Sammelbestellerin Rita mit nacktem Arsch auf Plastikstühle in eine Blockhütte setzen, Krautsalat aus der Dose knabbern und Wein aus dem Tetrapack trinken um sich schon mal in Stimmung zu bringen, damit man den Anblick später leichter erträgt, wenn alle zwölf Schützenvereinsmitglieder im Badezuber hocken und sich befummeln, während sie die letzte Gemeinderatssitzung auswerten.

Oder man nimmt etwas mehr Geld in die Hand erkauft sich damit eine geschmackvolle, komfortable Inneneinrichtung, Hygienestandards, gutes Essen, ordentliche Getränke und eine Gesellschaft, mit der man sich auch am Tag umgeben würde. Ausnahmen gibt es natürlich überall und Geld allein wertet beschissene Menschen auch nicht auf. Aber wie ich schon im letzten Swingerclub-Artikel erwähnte: Clubs sind die verkleinerte Version der großen Welt in der Wir leben.

Was sind das so für Leute. Hmm, mal sehen welche Berufe mir bisher so untergekommen – also nicht so untergekommen, HALLOOO! – also, welche Berufe die Menschen hatten, die ich kennenlernen durfte.
Da waren Tierärzte, Immobilienleute, Rentensachbearbeiter, Ergotherapeuten, Arzthelferinnen, Geschäftsführer, Einzelhandelskauffrauen und –männer. Ich lernte mal flüchtig ein Mitsechziger-Ärzte-Ehepaar kennen, bei dem er sie regelmäßig (auf ihren Wunsch natürlich) auf sogenannten Stutenmärkten verschacherte. Googelt doch mal Stutenmarkt im BDSM-Kontext. Oder lasst eurer Phantasie einfach freien Lauf. Ich denke das reicht auch schon. Wie dem auch sei, alles normale Menschen eigentlich.

Normale Kartoffeln eigentlich. Nicht wie alle Kartoffeln. Trotzdem Kartoffeln.
Und warum geht nun die Quattroehe hin und wieder in den Club? Zunächst muss ich gestehen, waren wir sehr lange nicht. Das liegt zum einen an dem oben erwähnten Robbenmann und Sarahs Flashbacks in dem Zusammenhang. Der Club, in dem sich diese Episode ereignete, gehört für uns aber auch nicht zu den Empfehlenswerten. Zum anderen hat es sich einfach lange nicht ergeben.
Einen ganzen Abend lang Sex als solches zu zelebrieren, sich dafür etwas nuttig-nettes anzuziehen und eben mal keine Rücksicht auf Anlieger zu nehmen, das hat schon was. Und schließlich kommen die privaten Räumlichkeiten gelegentlich an ihre Grenzen, wenn es darum geht vier ineinander verschlungenen ausgewachsenen Körpern Platz zu bieten. Also in meine Badewanne passen höchstens zwei Erwachsene.

Sind wir jetzt schlauer? Haben wir den Menschen, die ihre Autos im Hinterhof der Häuser mit den zugehängten Fenstern parken, ein Gesicht geben können? Ich habe mich zumindest darum bemüht. Dennoch glaube ich, sind nach wie vor viele Fragen offen.

Wie finde ich denn nun einen guten Club? Holt man sich da nicht Syphilis, Fußpilz, Herpes und die Pest, wenn sich überall nackte Menschen wälzen und Körperflüssigkeiten in Bächen fließen? Und vor allem: Wie genau funktioniert Swingen eigentlich? Alle Antworten auf diese und andere Fragen von nicht minderer Brisanz, gibt es nächste Woche im letzten Monatsthemenartikel "Ich war da mal im Swingerclub und dann...: Lieschen Müller fragt - SwingerFAQ" - erscheint am 24.Januar.

Auf der Gästeliste zur
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