Lehrer sind auch nur Menschen. Und nicht jeder trifft sich abends mit Kolleginnen abwechselnd zum Nordic Walking oder zum Fortgeschrittenenkurs in Seidenmalerei. Ich denke ich bin das Kuckucksei im Lehrerzimmer. Etwa wie ein Veganer, der ausversehen Metzger geworden ist oder ein Pilot mit Höhenangst. Oder wie eine Franzi van Almsick, die immer wieder vom Schwebebalken fällt weil sie noch nie jemand ins Wasser geschubst hat.

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Mittwoch, 23. Mai 2018

Ballermann im Krankenhaus: Zweiklassengesellschaft zwischen Speichelersatzspray und Minibar



Ich war in den letzten Monaten unfreiwillig Tester einiger Leistungen unserers Gesundheitssystems. Nachdem ich im letzten Post vor dem Hintergrund der idyllischen Schwarzwaldklinik meine persönliche Krankenhaus-Historie dargelegt habe, geht es heute mit den jüngsten Ereignissen weiter. 
 
In einem Zustand irgendwo zwischen wach und Tiefschlaf fühle ich das Aufeinanderschlagen meiner Zahnreihen und höllische Schmerzen. Irgendwer zerrt an mir herum. „Frieren sie?“ fragt jemand aus der Ferne. Ich murmle etwas, dass die Frage bejahen soll und kurze Zeit später wird es warm und mein Körper hört auf zu zittern. 
„Hier ist die Klingel. Drücken sie wenn was ist!“ sagt die Stimme jetzt schon etwas näher und jemand schiebt mir das Kästchen mit dem Knopf unter die Hand. In den nächsten Stunden kehrt das Bewusstsein zurück während sich der Vorgang Drücken – Warten – Haben sie Schmerzen? – Hm! – Spritze – Entspannung einige Male wiederholt. Mittlerweile habe ich das Gefühl unter dieser Decke mit Warmluftgebläse zu schmelzen. Also wieder drücken.

Allmählich werde ich wacher. Mein Mund fühlt sich an wie brandenburgischer Waldboden im Hochsommer. Ein Drücker auf die Klingel. Nein, diesmal nicht Aua. Jetzt Durst. „Aber sie dürfen nichts trinken. Der Arzt hat nichts darüber ins OP-Protokoll geschrieben.“ Sie kommt wieder mit einer kleinen Sprühflasche. Angesichts meines immer noch leicht vernebelten Geistes wäre „Bitte mal den Mund aufmachen“ als Aufforderung, verbunden mit Abwarten für einen Sekundenbruchteil, angemessen gewesen. Stattdessen sprüht sie mir eine Flüssigkeit mitten ins Gesicht, die geschmacklich stark an das erinnert, was man nach dem Zähneputzen ins Waschbecken spuckt. Danke dafür.

Auf dem Überwachungsmonitor kann ich neben meinen Vitalfunktionen die Uhrzeit ablesen, es ist gleich fünf Uhr morgens. „Schwester! Schwester! Schweeeeester! Ich muss mal!“ ruft die Stimme eines offenbar männlichen Erwachsenen über den Gang. Die Tür ist nur angelehnt. An den Hilferuf schließt sich minutenlanges Stöhnen und Jammern an. Nach zehn Minuten ist Ruhe. Das ganze Hörspiel findet im Anschluss etwa stündlich statt, immer pünktlich dann wenn ich mich an der Schwelle vom Dusel zum Schlaf befinde.

Gegen sieben schreitet ein Arzt herein. Außer seinen Namen und seine Funktion hat er mir nichts zu sagen, dafür fällt das Schließen von Türen anscheinend nicht in seinen Aufgabenbereich. Ich überlege, angesichts des stattlichen Luftzugs zwischen Tür und offenem Fenster, wie der kleine Häwelmann angetrieben vom Laken als Segel, in meinem Bett auf den Flur hinauszurollen.

Eine weitere Stunde später stürmen sechs Ärzte zwischen 30 und 60 Jahren mein Zimmer und glotzen mir auf meinen nackten Unterleib. Trotz der Verbände ist mein Tattoo auf dem Schambein, eine subtile aber dennoch eindeutige Aufforderung zu Handlungen erotischer Natur in verspielten Lettern, deutlich zu sehen und bleibt nicht unkommentiert. Sehr fein, lacht ruhig. Ich sprühe ohnehin gerade vor Sexappeal. Nachdem ich die Schwester darauf hingewiesen habe, dass ich zuletzt vor 12 Stunden etwas getrunken hatte, dafür aber schwitze wie ein Teilnehmer des Iron Man und offenbar auch keine Infusion an irgendeinem der Kabel und Schläuche an meinem Körper baumelt, erbittet sie von der Männerrunde die Erlaubnis mir etwas zu trinken zu geben. Bitte, sie soll trinken. Danke, das war mir euer dummer Spruch wert.

Allmählich geht mir die Geschäftigkeit auf dieser Überwachungsstation auf den Keks. Ich sehne mich nach einem Kämmerchen, in dem ich in Ruhe mit meinem Schmerz kommunizieren kann ohne dass Türen fliegen, jemand um Hilfe schreit oder Alarmtöne erklingen. Drei Stunden später werde ich auf die Pflegestation verlegt. Ruhe sollte ich dort nicht finden. Dafür fand ich Berta.

Was war zuvor geschehen? Ich bin kein großer Fan von Ärzten und Krankenhäusern. Ein Arztbesuch verlangt mir in der Regel mehr Motivation ab als ein 10.000-Teile-Puzzle einer Allgäuer Bergwiese. Wenn es mir also nicht richtig richtig schlecht geht, therapiere ich mich bevorzugt selbst mit einem Medikamentencocktail aus Ignoranz, Globuli und Paracetamol. So richtig richtig schlecht ging es mir eigentlich auch nicht, aber irgendein Gefühl und Herr Müller sagten mir, es sei wohl doch besser zum Freitagabend die Notaufnahme aufzusuchen. 
„Nein, beim Hausarzt war ich nicht, der macht nämlich Freitagmittag Feierabend. War ja nich so schlimm, bis jetzt. Jetzt hab ich aber Fieber und komische Schmerzen!“ – „Na dann setzen se sich ma!“. Das tat ich und so saßen wir die nächsten anderthalb Stunden.

„Soll ich ihren Mann jetzt holen?“ fragte mich die Schwester nach den Eingangsuntersuchungen. Ich bejahte und sie rauschte ab. Den Kerl, der zwanzig Sekunden später in der Türe stand, hatte ich noch nie gesehen. „Das ist der falsche Mann!“ sagte ich und sie dampfte wieder ab. Kurz nach Herrn Müller, der im zweiten Anlauf seiner Frau richtig zugeordnet wurde, rollte ein Arzt samt Ultraschallgerät herein. In den nächsten zwei Stunden kamen noch weitere zwei Ärzte aus anderen Fachbereichen plus deren Ultraschallgeräte dazu. Ergebnis des Konsiliums: wir wissen, dass wir nichts wissen aber wir müssten da mal reingucken. Arzt Nummer vier – seines Zeichens Anästhesist – stieß hinzu und dann ging alles ganz schnell. 
Übrigens sollten wir Deutschen uns mal ernsthaft Gedanken über unsere Sprache machen, wenn einem Nicht-Muttersprachler das Wort „kotzen“ geläufiger ist als „übergeben“ oder „erbrechen“. Das nur so am Rande.

Man machte also Nägel mit Köpfen oder besser gesagt Patienten mit Narkosen. Nach der letzten Narkose bei einer ambulanten OP (die zwischen dieser und der in der Schwarzwaldklinik) hatte ich die Sache eigentlich in guter Erinnerung. Nach einer Leck-mich-am-Arsch-Pille gepflegt auf den OP-Tisch schweben, ein lallendes Schwätzchen mit dem Team und im Aufwachraum ein Eis für den eben noch intubierten Hals kann man schon ertragen. Diesmal musste aber alles recht flott gehen. Not-OPs auf nicht nüchternen Magen sind ziemlich unentspannt. Es folgte ein Filmriss bis zum Nahtod durch Erfrieren auf der Aufwachstation.

Zurück zu Berta. Man brachte mich also nach diesem intensivmedizinischen Horror in ein Dreibettzimmer. Ich hatte mir, wie bereits erwähnt, etwas Ruhiges ruhigeres erwartet. Stellt euch vor ihr verlasst den Ballermann und geht, um runterzukommen, in den Megapark. Und Berta ist Jürgen Drews. Guter Vergleich. Kurz: vom Vorzimmer der Hölle direkt in die Hölle. 
Nachdem ich mit meinem Bett über jede Schwelle des Krankenhauses gerattert war, öffnete sich eine Tür und dahinter hörte ich eine Stimme, die überaus kleidsam für eine Barkeeperin der ältesten Kneipe St.Paulis hätte sein können. Berta hatte morgens gegen elf Besuch von ihrem Mann und es gab jede Menge Verwandte und Bekannte durch den Kakao zu ziehen.

Hier werden Patienten schneller kalt als ihre Betten...

Wenn man jahrelang neben einem Flughafen wohnt, hört man die Triebwerke der startenden Maschinen irgendwann nicht mehr. Sobald es allerdings Änderungen in der Geräuschkulisse gibt, horcht man auf und der Prozess der Habituation startet neu. Bertas Mann gab sich mit der Putzfrau nämlich die Klinke in die Hand. Zum Inhalt der nun folgenden Konversation kann ich nicht viel sagen, Gesprächsatmosphäre und Lautstärke erinnerten an ein Vorstandstreffen der Hells Angels-Leadership.

Diese Dame im fortgeschrittenen Alter war aber nicht nur im Dialog nervig. Selbst im Monolog erweckte sie fortwährend meine negative Aufmerksamkeit. Wie ein Perpetuum Mobile für Klänge produzierte sie fortwährend Schallwellen indem sie schmatzte, laut seufzte, nach dem Essen fünfzehn bis zwanzig Mal aufstieß oder jede ihrer Handlungen kommentierte. Mit meinem Schlafplatz direkt neben der Wand zum Bad durfte ich quasi, ähnlich wie bei diesen Blinden-Kommentaren im Fernsehen, bei ihrer Körperkultur morgens und abends live dabei sein. Verschlafen konnte ich ihren Gang zum Bad keinesfalls, da sie das Ende meines Bettes konsequent als Stütze für ihre wackligen Gehversuche nutzte und mich dabei jedes Mal durchschüttelte.

Die Frau in dem Bett zwischen Blubber-Berta und mir war Philanthropin aus Überzeugung und schaffte es ein Ying zu meinem Yang zu erzeugen. Zumindest bis die Nervensäge am zweiten Abend explosionsartigen Durchfall bekam. Berta schaffte es nicht rechtzeitig bis zum Klo und hinterließ eine Spur, die es sogar dem Förderschul-TKKG leicht gemacht hätte, sie in ihrem gefliesten Versteck zu orten. Ihr war das natürlich unangenehm und sie versuchte nach Kräften das Malheur mit Klopapier zu beseitigen. Sauber genug für die einzige Schwester der Schicht, nicht sauber genug jedoch für die zwei frisch am Verdauungstrakt operierten Zimmergenossinnen, mich eingeschlossen. 
„Ich kann ja wohl jetzt keine Endreinigung machen. Das sieht doch sauber aus. Desinfizieren sie sich die Hände wenn sie im Bad waren. Und hier. Ich stelle noch eine Packung Desinfektionstücher hin.“ Aha. Das ist also der Umgang mit möglichen Magen-Darm-Viren und Krankenhauskeimen in einem Klinikum mit über 600 Betten und deutschlandweiten Filialen. 

Herrn Müller hatte das gereicht um seiner Frau gleich am nächsten Tag ein Zimmer auf der Wahlleistungsstation zu buchen. Es erwartete mich neben einer Minibar, einem Blumenarrangement auf dem Nachttisch, einem Bademantel und der Tageszeitung eine Mitbewohnerin, die zwar genauso alt wie Berta war, allerdings stumm zu sein schien und sich das Bewegungsmuster mit einem Chamäleon teilte. Herrlich, das war fast wie alleine sein. Über die Schreie der Patienten auf den psychiatrischen Stationen unter uns, die sich ins idyllische Vogelgezwitscher vor dem Fenster mischten, sehe ich da gerne hinweg. Alles war besser als Berta und ihre Kamikaze-Diarrhoe.

Kurze Gegenüberstellung „Feldlazarett versus ärztlich begleiteter AIl Inklusive-Urlaub“:

Kassenfinanziert

  • -      ein TV-Gerät für drei Patienten. Es herrscht das Recht des Ältesten.
  • -      „Salat? Gibt’s nur Mittwochs. Eier nur Sonntags. Ich könnte ihnen eine Gewürzgurke anbieten.“
  • -      Klingeln bei Durst, Schwester erscheint nach 15 Minuten und verspricht gleich etwas zu bringen. Sie wurde nie wieder gesehen.
  • -      Nachtschwester: welche Nachtschwester?
  • -      Blutergüsse von Thrombosespritzen, die auch zwei Wochen später  noch schmerzen
  • -      Verbandswechsel auf Nachfrage oder alle drei Tage

Privatzahler

  • -      SKY oder auf Wunsch DVDs, mit im Programm: „Stirb langsam“ und „Stirb an einem anderen Tag“, Nicht mit auf der Liste "Sudden Death" oder "Haus der stummen Schreie"
  • -      „Was wünschen sie als Beilage zum großen Salatteller? Putenbrust? Feta? Thunfisch?“ – beim Servieren: „Ach, mir ist heute doch nicht nach Salat.“ – „Kein Problem. Möchten sie vielleicht eine Suppe? Tomate? Spargel? Kartoffel?“
  • -      Minibar und Wasser in Glasflaschen auf dem Servicewägelchen zweimal am Tag, nicht zu vergessen das Kuchenwägelchen am Nachmittag
  • -      Nachtschwestern vorhanden und mit Special-Skills im Bereich „Türen leise schließen“ ausgestattet
  • -      Wettbewerbsorientiertes Spritzensetzen mit dem Ziel möglichst keine dauerhaften Spuren zu hinterlassen.
  • -      Verbandswechsel täglich, Arzt binnen dreißig Minuten, Blutwerte in einer Stunde, Entlassungspapiere nach etwa 10 Minuten druckerwarm

Der spitzfindige Bildbetrachter könnte meinen, der Kassenpatient isst, was dem Selbstzahler nicht anstand. Tatsächlich waren die Karotten aber erst würfelförmig und DANACH rund. Wir müssen die Kirche im Dorf lassen.
  
Was soll ich sagen. Egal ob Tapetenkleister mit Blumenkohlaroma zu Mittag oder langsam gedünsteter Lachs im Nudelbett. Krank sein ist kacke. Punkt. Ich scheiß auf Pay-TV und Gerbera auf dem Nachttisch. Ich bin nicht verwöhnt. Zumindest nicht in jeder Hinsicht. Selbstversorgerurlaub oder Camping? Warum nicht. Was ist also die Hard- und Software eines Genesungsprozesses? Aus meiner Sicht: Hygiene und ein Minimum an Menschlichkeit. Schwestern, die eine ganze Station alleine stemmen müssen und dadurch so überarbeitet sind, dass Patienten für sie zu Anonymen werden sind der falsche Weg. Während die Schwarzwaldkliniken dieser Welt geschlossen werden, wachsen die Franchise-Krankenhäuser und Versorgungszentren sowie deren Bettenzahlen ins Unermessliche. Möglichst viele Patienten so wirtschaftlich wie möglich abgefertigt.

Halt. Ich wollte eigentlich gar nicht politisch werden. Nachdem in den letzten acht Monaten insgesamt dreimal in meinem Inneren herumgedoktert wurde, reicht es jetzt langsam. Ich habe für euch eine kassenfinanzierte Methode getestet, bei der man Gewicht reduziert indem man sich nicht lebenswichtige Organe oder Teile davon entfernen lässt. War scheiße, hat nicht funktioniert mit der Körperoptimierung, zumal nach solch einer Aktion Bauchmuskeltraining für mindestens acht Wochen Tabu ist. Also macht mir solche Aktionen eher nicht nach. Und wenn, dann seht zu, dass ihr ein Bett in der Schwarzwaldklinik erwischt.

Und noch etwas: alle Indikationen, die diesen ganzen Schnippelkram notwendig machten, waren pillepalle im Vergleich zu dem, was so viele andere Konsumenten von Leistungen unseres Gesundheitssystems binnen zum Teil wochen- oder monatelanger Krankenhausaufenthalte ertragen müssen. Oft mit gelinde gesagt beschissenen Diagnosen. Ich zieh den Hut vor euch.

Und nun Schluss. Es soll nicht der Eindruck von Wartezimmer-Smalltalk entstehen. Nächste Woche schreibe ich mal wieder was Schlüpfriges, denke ich.

Bonusheftchen und IGEL-Leistungen gibt es bei mir nicht.
Wohl aber eine Facebook-Präsenz, die als Vorsorge dafür, nichts zu verpassen zwar hoch wirksam ist, allerdings von den Krankenkassen 

Donnerstag, 23. März 2017

51 Shades of SchMärz: KNIGGEbrot zur Teestunde TEIL 2

Die Frauen im SchMärz könnten unterschiedlicher nicht sein. Nach der dominanten Frau Schwarz begleiteten wir vor zwei Tagen das geduldige Fräulein Weiß ins Ungewisse (Teil 1 HIER). Nach einem Kinoabend mit ihrem Herrn, befindet sie sich nun an einem unbekannten Ort, an dem das Treffen der Beiden einen ungewissen Verlauf nehmen wird. Nur in einer Sache wird sich das Fräulein immer sicherer: es erwartet sie eine Strafe...


Da stand ich nun: barfuß, mit verbundenen Augen und immer noch etwas fröstelnd. „Bleib ruhig“, hörte ich mich innerlich wieder zu mir sagen. Ich spürte einen kalten Gegenstand,  welcher sich von vorne langsam nach hinten um meinen Hals legte. Mein Halsband, mein wunderschönes Halsband. Dies bedeutete, dass ich nun in meiner Rolle als seine Sklavin ankommen sollte. Es war das Zeichen, welches das „Spiel“ zwischen ihm und mir einläutete. Ich korrigierte meine Haltung. Brust raus. Rücken gerade. Körperspannung. Würdevoll und schön. Bereit zu dienen. „Dann mögen die Spiele also beginnen“ sagte ich zu mir und konnte mir ein leichtes Grinsen nicht verkneifen.

Der Karabiner klickte in den Ring meines Halsbandes und ich verspürte einen leichten Zug, der mich sanft zum Folgen zwang. Langsam schritt ich, bedacht darauf, dies so würdevoll es barfuß geht, zu tun. Ich hörte eine Tür ins Schloss fallen und wurde kurz darauf von meiner Augenbinde befreit.

Mein Herr befahl mir, mich auszuziehen und meine Sachen ordentlich auf einen Stuhl zu legen, während er mir dabei zusah und es sich in einem Sessel gemütlich machte. Eigentlich mag ich  so etwas gar nicht. Aber er sieht mich nicht mit notgeilen, geistig schon durchvögelnden Augen an. Sein Augenmerk liegt vielmehr auf der Ästhetik dabei. Er achtet auf meine Körperhaltung und ob ich in der Lage bin, in einer unangenehmen Situation die Würde zu bewahren.


Mit leicht gespreizten Beinen, beiden Händen im Nacken  und natürlich dem gesenkten Blick deutete ich ihm an, dass ich mit dieser Aufgabe fertig sei. Er sagte „Gut gemacht“, stand auf und führte mich zur Wand hinter mir. 
Sanft drehte er mich an den Hüften mit dem Gesicht zur Wand und einen Augenblick später umschlossen zwei Handfesseln aus Leder, breit genug um nicht einzuschnüren, meine Handgelenke. Seine Finger begannen meinen Rücken zu streicheln. Besser gesagt eher abzutasten, wie eine Art Kontrolle, ob auch alles so ist, wie er es will. Mit zunächst leichten, tätschelnden und dann stetig stärker werdenden Schlägen seiner Hände begann er meine Haut aufzuwärmen und sie damit auf das Kommende vorzubereiten. Dafür nahm er sich heute extrem viel Zeit. Was immer sehr leicht und fast schon „lächerlich“ beginnt, wird gegen Ende ganz schön heftig. Er kennt mich und auf diese Art knippst er sozusagen langsam meine Gedanken aus.

Ahhhh...wohlige Wärme breitete sich über meine gesamte Hinterfront aus. Ich fühlte mich warm und entspannt. Ich genoß die Situation, in welcher ich mich befand und vergaß meine Nacktheit völlig. Ein fließendes Kleid aus Wärme umhüllte mich.

Meine Entspannung verwandelte sich plötzlich zu einem Krampf. Ein harter, punktgenauer, tief zwiebelnder Schmerz, der sich quer über meine beiden Pobacken ausbreitete,  ließ mich zusammenzucken und laut aufwinseln. Verdammt, das war doch nicht etwa –KNALL. Und wieder dieser Schmerz. Diesmal etwas über dem Vorherigen platziert. Erneut winselte ich auf. Ich begann etwas tiefer ein- und auszuatmen um diesem Schmerz Herrin zu werden. Mein Körper akzeptierte den Schmerz und nach der Anspannung entkrampfte er sich wieder etwas.

Unmittelbar darauf folgte gleich Schlag Nummer drei. Auf selber Höhe des ersten Schlags. Verdammt, verdammt, verdammt - ein Rohrstock. Dieser ekelhafte Schmerz, wie ich ihn hasse, dachte ich, während Schlag Nummer 4 auf meinen Hintern knallte. Scheiße, dachte ich,  der Rohrstock kommt nur zum Einsatz wenn ich (nach Schlag fünf weiterdenkend) irgendetwas  falsch gemacht hatte.
Mit Schlag sechs erhöhte mein Herr die Intensität der einzelnen Schläge und mein Winseln wurde zu einem stöhnenden Schreien. Meine Atmung wurde heftiger und schneller. Ein bisschen so wie der Atem in der Bahn, die man gerade noch erwischt hat.
„Haltung“ hörte ich meinen Herrn ermahnend sagen. Und nachdem ich diese wieder eingenommen hatte, folgten Schlag sieben und acht unmittelbar hintereinander. Diesmal schrie ich, während ich gedanklich diesen verdammten Rohrstock verfluchte. Ich knickte etwas zusammen, meine Beine schienen ihre Festigkeit zu verlieren.

 „Haltung“ ermahnte er wieder. Nun etwas lauter und strenger. Ich rappelte mich auf während Schlag neun und zehn, an Geschwindigkeit und Stärke  zunehmend, dicht aufeinander folgend meinen Po trafen.  
Wieder mit den Beinen einknickend, mein Gewicht überwiegend von meinen Handfesseln gehalten, schreiend und winselnd, unfähig zu denken und absolut haltungslos versuchte ich wie eine schwangere Frau in den Wehen diesen tiefen Schmerz, der sich meines Körpers bemächtigte wegzuatmen. Ein zugleich heißes und kaltes Gefühl durchfuhr meinen Körper und ich spürte wie mir Tränen in die Augen stiegen, sich ihren Weg durch meine geschlossenen Lider bahnten und nach unten über die Wangen rannen. Es war kein Weinen im eigentlichen Sinne, sondern vielmehr eine Art Überdruckventil, der Situation geschuldet.

Seine Stimme war eine wohltuender Seelenstreichler. Mit spöttischem Unterton fragte er mich wie viel Schläge es jetzt seien. Er hatte leider vergessen mitzuzählen. Ich schmunzelte. Dieses Spiel hatte er schon zu oft mit mir getrieben, ich habe dieses Spiel auch schon zu oft verloren und musste von vorn beginnen. Mich wieder straffend und Haltung einnehmend antwortete ich selbstsicher: „Es waren zehn, mein Herr.“ „Gut“, sagte er “du weißt, was es für ein Schlagwerkzeug war?“
„Ja, ein Rohrstock mein Herr“ antwortete ich.
„Und wann verwende ich einen Rohrstock?“ fragte er wie ein egozentrischer Lehrer.
„Nur als Strafe, mein Herr.“ antwortete ich.

Er sagte mir, dass ich an diesem Abend noch weitere dreißig davon erhalten werde. Erschrocken blickte ich ihn über meine Schulter an um mich noch einmal genau davon zu überzeugen, dass er es ernst meinte.
„Noch dreißig?“ fragte ich ihn ängstlich.
Grinsend erwiderte er: „Nun wenn du mich so fragst“, dabei deutete er auf meine Augen welche in die Seinen schauten, „dann sind es jetzt 40.“ Ich drehte mich um und senkte meinen Blick. Was für eine Dummheit ihn anzuschauen. Verdammt, du blöde Kuh, jetzt sind 40, toll gemacht. Mich innerlich weiter verfluchend, hörte ich wieder seine Stimme: „Ach ja und einen noch weil du unaufgefordert gesprochen hast.“

Er presste seinen Körper von hinten an meinen, umschloss mit der linken Hand meine Taille und prüfte mit der rechten Hand meine immer noch in den Fesseln hängenden Hände, ob sie noch warm sind.
„Geht es dir gut?“ hauchte er mir in mein Ohr. Die Schmerzen waren verflogen. Ich fühlte mich wunderbar. Also antwortete ich: „ Ja, sehr gut, mein Herr.“
Er löste sich von mir, gab mir einen Schluck Wasser und sagte nur noch “Gut, dann können wir ja jetzt durchziehen. Ich weiß dass du keinen blassen Schimmer hast warum du bestraft wirst. Du wirst die Antwort heute aber nur von deinem Ehemann bekommen.“

Er ließ seinen Worten Taten folgen. Die nächsten zehn Hiebe sausten ähnlich wie bei den ersten zehn relativ zügig aufeinander folgend auf mein Hinterteil nieder. Ich empfand sie nicht mehr ganz so schlimm wie die ersten. Ich zählte beflissen mit und achtete abermals auf meine Körperhaltung.
Die nächsten zehn Schläge waren schon nicht mehr so einfach zu ertragen. Immer wieder knickten meine Beine ein und ich hatte Mühe mich aufzurichten um mich „schön hinzustellen“. Er prüfte erneut meine Hände und hielt mich für eine kurze Weile sehr fest von hinten umschlungen, was mir eine wundervolle Sicherheit, innerliche Ruhe und  etwas mehr Stärke verlieh um wieder Haltung einzunehmen.

Dreißig hast du schon, dachte ich mir, nur noch einundzwanzig. Das schaffst du auch noch, ermutigte ich mich innerlich. Doch die nächsten zehn sollten mich wieder entmutigen. Ich wusste nicht mehr wirklich wo hin mit mir, riss an meinen Fesseln. Meine Beine zitterten wie noch nie. Haltung??? Vergiss es.  Keine Ahnung was ich einnahm, aber wie eine würdevolle Haltung fühlte sich das nicht mehr an. Meine Hauptgedanken lagen nur noch darauf den Schmerz zu veratmen und diese verfluchten Zahlen nicht zu vergessen.
Die Vierzig war geschafft. Ich hatte nur noch elf vor mir und atmete wie ein Marathonläufer. Mein Körper war ein nasser Sack: schwer, zittrig, heiß und kalt. Ich spürte wie beim  einundvierzigsten Schlag Wut in mir aufstieg. Wut auf diesen verdammte Rohrstock, Wut auf diesen Mann hinter mir, der ihn führte und  Wut auf mich, dass ich das mit mir machen ließ.
Die weiteren Schläge verdrängten diese Gedanken. Ich schrie und stöhnte unter ihnen, wimmerte, schniefte und heulte. Dabei hatte ich große Mühe die Zahlen auszusprechen und es verging jedes Mal eine kleine Ewigkeit bis ich sie nennen konnte. Ich weiß nicht mehr ob ich überhaupt noch Schmerzen fühlte.

Ich hörte mich selbst die Zahl 50 nennen und erwachte innerlich wieder. Geschafft, halt - noch einer. Ich lächelte und hörte den Rohrstock,  wie er die Luft durchschnitt. Da schnellte er auch schon auf meinen Po nieder. Warum zum Henker gibt er beim letzten Schlag immer noch einmal alles? Egal. Geschafft.

Ich hörte, wie er den von mir verhassten Rohrstock zur Seite legte und auf mich zukam. Seine beiden Hände umklammerten meinen immer noch zitternden und erschöpften Körper und er flüsterte mir ein leises, aus tiefstem Herzen kommendes „Danke“ in mein Ohr. Er löste, mich dabei immer noch fest umklammernd, gekonnt mit einer Hand meine Fesseln und führte langsam und behutsam meine Arme, einen nach dem andern nach unten, dabei wohl bedacht, mich fest genug zu umschließen, dass ich nicht stürzte. Gemeinsam sanken wir auf den Boden. Er drehte mich zu sich und drückte mich fest an sich, gleich einem wertvollen zerbrechlichen Gegenstand.

So verharrten wir eine gefühlte Ewigkeit bevor er mir andeutete mich wieder anzuziehen, inklusive meiner Schuhe. Wir gingen zurück zum Auto. Er vergewisserte sich während der Fahrt noch einmal, ob es mir gut ginge. Ich bejahte und damit gab er mich mit einem liebevollen Kuss auf meine Stirn bei meinem wartenden Ehemann zu Hause wieder ab.

In dieser Nacht vögelte mich mein Mann wie schon lange nicht mehr. Dabei tätschelte er mir meinen von den Schlägen gezeichneten Hintern und belustigte sich an den heftigen Reaktionen meinerseits. Er bezeichnete mich als Hure, Miststück und dergleichen, was ihn und mich ungemein antörnte.
Als wir fertig waren oder er in diesem Fall fertig mit mir war sagte er: „So, nur dass du es weißt: Ich habe dich heute bestrafen lassen.“ Verwundert blickte ich ihn an. „Aber ich denke, du hast daraus gelernt. Also vergiss nie wieder  mir Nutella zu kaufen.“
Schmunzelnd, geschafft vom Abend, meine blauen Flecken deutlich spürend und dennoch absolut tiefenentspannt schliefen wir beide fest umschlungen ein. Es war ein wunderschöner Abend. Und morgen früh würde ich ein großes Glas Nutella kaufen.

Nachdem eure blauen Flecken vom Lesen wohl bis nächste Woche ein wenig verblasst sein dürften, setzen wir in der kommenden und leider schon letzten SchMärz-Woche zum Endspurt an. Zu diesem Finale begleitet uns niemand Geringeres als Ann Marie. Sie nimmt uns mit in eine völlig andere Welt und eine exklusive Gesellschaft, die voller Liebe zum Detail und mit viel Hingabe Literatur zum Leben erweckt. Seid also gespannt....

Nichts verpassen und immer die korrekte Anzahl der Schläge wissen? HIER klicken und LIKEN  


Dienstag, 21. März 2017

51 Shades of SchMärz: KNIGGEbrot zur Teestunde TEIL 1

Nach Frau Schwarz, unserer exzentrischen Domina, lernen wir nun das nette Fräulein Weiß (von Nebenan?) kennen. Sie ist nicht nur wegen ihres Namens das perfekte Pendant zu ihrer Vorrednerin. Ab heute nimmt sie uns mit in ihr "Doppelleben" und holt uns vor allem in TEIL 2 dort ab, wo uns die Möchte-Gerne-BDSM-Schmonzette "Shades of Grey" stehen gelassen hat...
 
Hallo ihr Lieben. Fräulein Weiß ist mein Name. Ich bin Mitte Dreißig, glücklich verheiratet, Mutter von drei Kindern  und berufstätig.

Wir waren, wie viele von euch neulich auch im Kino. Kai und Susi saßen neben uns. Und natürlich lief der zweite Teil von „ Fifty Shades of Grey". Den Ersten haben wir schon gesehen, also musste der Zweite auch noch sein. Für uns war dieser Film eher eine Komödie und wir mussten mehrmals schmunzelnd die Köpfe zusammenstecken und darüber tuscheln.

Ihr denkt bestimmt, dass ich mit „wir“ meinen Mann und mich meine. Leider muss ich euch diesbezüglich enttäuschen. Ich war nicht mit meinem Ehemann im Kino sondern mit meinem Herrn. Versteht mich nicht falsch. Ich liebe meinen Mann von ganzem Herzen. Aber das, wonach ich mich ab und zu sehne, kann er mir nicht geben. Er liebt mich aber so sehr, dass er mir diese Freiheit schenkt. Mein Mann und ich waren von Anfang an immer ehrlich zueinander. Wir haben viel geredet. Natürlich Stück für Stück über die Jahre. Dieses Jahr werden es zwölf an der Zahl. Immer offener wurden wir im Gespräch über unsere Träume,  Wünsche, Vorstellungen und natürlich sexuellen Neigungen. Wir haben probiert und uns zusammen entwickelt. Bis wir an einem Punkt waren, wo wir diese Lösung fanden.

Wir haben jemanden gesucht, der uns Beiden sympathisch ist, natürlich auch meine Neigungen hat und haben uns klare Regeln ausgemacht, unter welchen Bedingungen das Ganze funktionieren kann. Wie gesagt, es war ein langer Prozess. Aber siehe da: das Ganze hält nun schon seit über zwei Jahren.

Nun möchte ich mal etwas näher darauf eingehen, was da so gut funktioniert und was mir mein Mann nicht geben kann. Ich beschreibe euch einfach den Kinoabend:

Ich bin an jenem Abend als Sklavin meines Herrn ins Kino gegangen. Dieser Abend ist nicht aus einer Laune heraus entstanden sondern wurde liebevoll von meinem Herrn geplant. Nichts an diesem Abend wurde von seiner Seite aus dem Zufall überlassen. Er gab mir drei Tage im Vorfeld einige Instruktionen, welche ich zu erfüllen hatte. Als gehorsame Sklavin bin ich bestrebt, meine Aufgaben zur vollsten Zufriedenheit meines Herren zu erfüllen.

Meine Neigungen sind masochistisch/ devot. Der Masochismus ist bei mir stärker ausgeprägt. Ich liebe es, mich für eine bestimmte Zeit in die Hände eines dominaten Mannes zu begeben, ihm zu gehorchen und das " ihm vollkommen ausgeliefert zu sein". Ich vertraue ihm und weiß, dass er nie etwas tun würde, was mir psychisch oder physisch schaden könnte. Er bringt mich lediglich an meine Grenzen.

Ich wurde an jenem Abend von ihm zu Hause gegen halb acht abgeholt. Nach einem kurzen Gespräch zwischen ihm und meinen liebsten Mann fuhren wir los.

Ich war nervös, wie jedes mal wenn er mich abholt und zugleich voller Vorfreude auf diesen Abend. Diese Vorfreude, naja wie soll ich es sagen, feuchtete die Innenseiten meiner Schenkel bereits an und wurde auch nicht, wie im Alltag üblich, von einem kleinen Stückchen Stoff namens Höschen aufgehalten, sondern verteilte sich gleichmäßig nach unten rinnend zwischen meine warmen Schenkel. Kein Slip und ein knielanger Rock waren im Voraus die ersten Instruktionen.

Während der Autofahrt sprachen wir nicht viel miteinander. Er grinste mich zwischenzeitlich nur süffisant von der Seite an, was diese verdammte Vorfreude nur noch saftiger werden lies.

Im Kino angekommen kauften wir Karten und Popcorn. Wir gingen auf unsere Plätze. Auch hier fielen unsere Gespräche nur sehr wortkarg aus, was mir allmählich Unbehagen bereitete. Ich zweifelte langsam an mir selbst, ob meine Kleidung ihm nicht gefällt oder ich irgendwie sonst diese Distanz seinerseits verdient hätte.

Im Grübeln vertieft erlosch langsam das Licht im Kinosaal. Als die Dunkelheit uns beide langsam einhüllte, schob seine Hand meinen Rock etwas nach oben und legte sich behutsam auf meinen Oberschenkel. Da verblieb sie bis zum Ende des Filmes. Die einzige Bewegung, die diese Hand machte, war das leichte Abstützen, wenn er sich zu mir rüber beugte um mir wieder eine seiner spitzen Bemerkungen über den Film ins Ohr zu flüstern.

Der Film war zu Ende und lediglich ein „AHA !“ war es, was meinem Herrn über die Lippen kam. Er nahm nach meinem Empfinden meine Hand sehr grob und verließ mit mir das Kino. Mit einem „Steig ein!“ befahl er mir ins Auto zu steigen und knallte die Tür sehr unsanft hinter mir zu. Ich war absolut verwirrt und mir nun sicher, dass er irgendwie böse auf mich sein musste.

Wortlos fuhren wir los. Ich ging die letzten Treffen im Geiste noch einmal durch um irgendwo den Fehler meinerseits zu finden. Ich kam nicht darauf und sollte es auch nicht. Meine Gedanken wurden unterbrochen als er aus der Tasche seines Jacketts ein schwarzes langes Tuch  herausholte und mir auf den Schoß warf. Er befahl mir, mir selbst die Augen zu verbinden und die Schuhe auszuziehen. Ich tat umgehend, was er mir gebot.


Ohne etwas zu sehen, ohne meine Schuhe und verdammt nochmal ohne fucking Unterhöschen fing mein Körper an verrückt zu spielen. Ich zitterte und fror obwohl es im Auto nicht kalt war. Ich schwitzte und war feucht. Mein Hirn einschließlich meiner Gedanken waren Brei und ich war nicht mehr in der Lage zu denken. Also beschloss ich, das Denken für diesen Abend zu lassen und zuzulassen, was auch immer mich erwartet. 
Ich löste meine verkrampften Gliedmaßen und besann mich auf meine Grundgedanken. Ich dachte in einer Endlosschleife: 
„Er wird nichts tun was dir nicht gut tut… bleib ruhig…vertrau ihm… er wird dir nichts tun was dir nicht gut tut…bleib ruhig…vertrau ihm…“ 
Mein Körper entspannte sich und ich spürte, wie ich mich innerlich ruhig in den Autositz sinken ließ.

Der Wagen hielt und mein Herr stieg, wie zu erwarten war, wortlos aus. Es dauerte eine ganze Weile bis er zurück kam. Eine ganze lange Weile.  Was war nur mit ihm, begann ich mich wieder zu fragen. Was zum Teufel hatte ich falsch gema…… -    …die Beifahrertür wurde abrupt aufgerissen und zwei Hände zwangen mich,an den Oberarmen festhaltend, das Auto  zu verlassen. Eisiger Wind fuhr unter meinen Mantel, welchen ich nicht zugemacht hatte und brachte mein Haar durcheinander. Und verdammt, meine Schuhe. Es war arschkalt als meine nackten Füße den Boden berührten. Aber richtig arschkalt. So kalt, dass ich nur noch an meine Füße denken konnte. Nach ein paar Schritten war es  geschafft. Wohlige Wärme begann sich unter meinen Füßen auszubreiten. Ich war drin. Meine Füße waren gerettet und die unsanfte Hand an meinen Oberarmen löste sich. Aber wo war ich?
Fortsetzung folgt....  HIER

Was erwartet Fräulein Weiß hinter der Dunkelheit ihrer Augenbinde. Hat ihr Herr tatsächlich einen Grund, sie zu bestrafen? Welchen? Und vor allem: WIE wird sie bestraft? (Gebt es zu: nur deswegen lest ihr ;-))
Ihr solltet mich hier oder auf Facebook abonnieren, 
damit ihr nicht verpasst wenn
Fräulein Weiß ihre (gerechte) Strafe empfängt :)